Ein gutes Viertel der Deutschen zeigt sich einer neuen Umfrage zufolge offen für die Nutzung einer Solaranlage auf dem eigenen Balkon. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Vergleichsportals Verivox hervor, die dieser Redaktion exklusiv vorliegt. Demnach haben neun Prozent der Bundesbürger bereits eine Mini-Solaranlage in Betrieb, weitere 17 Prozent planen die Anschaffung eines Balkonkraftwerks.

Auch interessant

Rund 21 Prozent der Befragten gaben an, keinen Platz für ein Balkonkraftwerk zu haben. 15 Prozent sagten, eine Mini-Solaranlage lohne sich für sie nicht. 19 Prozent der Befragten wollen grundsätzlich kein Balkonkraftwerk, weitere 19 Prozent haben sich noch nicht entschieden. Die Umfragedaten wurden laut Verivox vom Marktforschungsinstitut Innofact im März dieses Jahres erhoben. Befragt worden seien 1007 Personen. Die Ergebnisse wurden den Angaben zufolge bevölkerungsrepräsentativ gewichtet.

Anzeige

2000 Wp / 2,7kWh

Balkonkraftwerk mit 2000 Watt + Anker-Speicher

Nur so lange der Vorrat reicht: Sorgen Sie im „Black November“ von Kleines Kraftwerk für Ihre Stromerzeugung 2026 vor. Seit 01.11. gelten absolute Tiefpreise!

statt 2.219,00 € 46%

1.199,00 €

Balkonkraftwerk: Experte sagt, wie groß die Ersparnis bei den Stromkosten ist

Ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von 800 Watt könne Verivox-Angaben zufolge unter idealen Bedingungen jährlich rund 760 Kilowattstunden (kWh) Strom liefern. Werden davon 60 Prozent (456 kWh) selbst verbraucht, ergibt sich bei einem durchschnittlichen Kilowattstundenpreis von 34,7 Cent/kWh eine Ersparnis von rund 160 Euro pro Jahr, so das Vergleichsportal.

Auch interessant

Die Anschaffungskosten für eine kleine Solaranlage dieser Größe für den Balkon liegen zwischen 500 und 800 Euro, für den Garten oder die Terrasse zwischen 400 und 700 Euro. „Die Anschaffungskosten haben sich in dieser Beispielrechnung nach zweieinhalb bis fünf Jahren amortisiert. Läuft die Anlage 20 Jahre, werden rund 3160 Euro Stromkosten eingespart“, heißt es von Verivox. Zum Teil wird der Kauf einer Balkonsolaranlage von einzelnen Bundesländer aber auch gefördert.

Balkonkraftwerk: Entscheidend ist der Standort

Laut Verivox rechnet sich die Investition in eine solche Technik auch, wenn sie nicht optimal platziert werden kann. „Balkonkraftwerke lohnen sich oft auch dann, wenn die Idealbedingungen nicht erreicht werden, etwa weil die Ausrichtung nicht optimal ist oder ein Teil des produzierten Stroms nicht selbst verbraucht werden kann. Es dauert dann nur etwas länger“, sagte Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, dieser Redaktion.

Auch interessant

Entscheidend für den Ertrag der Anlage ist aber ausschließlich der Standort. Die beste Ausbeute an Sonnenenergie wird laut dem Fachmann erzielt, wenn der Balkon nach Süden ausgerichtet ist, die Module leicht geneigt montiert werden und kein Schatten auf die Solarmodule fällt. Wer dagegen einen Balkon nach Norden hat und die Module nur senkrecht aufstellen kann, dem drohen Einbußen: Dann werden laut Storck häufig weniger als ein Drittel des möglichen Ertrags erzielt.