Sie sind bunt, leicht und vor allem beliebt: Kinderfahrräder des österreichischen Herstellers Woom. Jetzt, wo das Wetter allmählich wärmer und sonniger wird, startet auch wieder die Fahrradsaison. Doch in den Regalen der Fachhändler zeichnete sich zuletzt ein Problem in der Kinderrad-Abteilung auf: Woom-Räder waren nicht lieferbar. Grund dafür war die Insolvenz des Fahrradproduzenten Sprick aus Göttingen, mit Produktionsanlagen in Polen. Dort wurden auch die Räder von Woom hergestellt.

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Wirtschaft in Berlin
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Besonders die Modelle Woom Go 3 und 4 (für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren und von sechs bis acht Jahren) waren von den Engpässen betroffen, so die Antwort aus der Wiener Unternehmenszentrale. Müssen sich Eltern jetzt also Sorgen machen, ein passendes Rad für ihre Kinder zu bekommen?
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Hersteller Woom: „Haben schnell reagiert“
„Nein, Eltern müssen sich keine Sorgen machen. Die meisten unserer Modelle sind wieder gut verfügbar, und wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle Bestellungen schnellstmöglich auszuliefern“, sagt der Woom-CEO Bernd Hake dieser Redaktion. „Die Insolvenz von Sprick hat kurzfristig Auswirkungen auf unsere Produktionskette gehabt. Wir haben jedoch schnell reagiert und alternative Produktionskapazitäten genutzt, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen.“

Sprick-Montage seit Februar wieder aktiv
Woom erreichte dies durch eine Verlagerung der Produktion nach Asien und Litauen. Mit Erfolg, betont Hake: „Die Diversifizierung unserer Produktion hat unsere Flexibilität erheblich gesteigert. Besonders die Fertigung in Litauen ermöglicht eine schnellere Belieferung des europäischen Marktes.“ Ab Mai wolle man wieder im Plan sein, heißt es aus Wien.
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Dem Woom-Chef zufolge hat der insolvente Produzent Sprick seit Mitte Februar das Assembling, also die Montage, wieder aufgenommen. Für Sprick deutet sich auch Rettung an, wie das Branchenmagazin „Velobiz“ schreibt: Der Fahrradhersteller Prophete, selbst vor gut zwei Jahren pleite gegangen und kurz darauf gerettet worden, möchte den Traditionshersteller Sprick übernehmen. Ein entsprechendes Verfahren beim Bundeskartellamt läuft.

Fahrradhändler: Nicht alle Woom-Farben sind aktuell konstant verfügbar
Aus Fahrradhändler-Kreisen sagt man dieser Redaktion, dass man aufgrund der Sprick-Pleite Bedenken hatte, dass die Warenversorgung stocken würde. Woom sei bei den kleinen Kunden wie immer sehr beliebt, die bunten Räder jedoch knapp. Zwar komme die im Vorjahr bestellte Ware in den Läden an, aber häufig nicht in den gerade benötigten Farben. Wer Kinder hat, weiß, dass das ein Problem sein kann.
Aus dem Handel hört man zudem, dass Nachbestellungen derzeit nicht möglich seien. Dies könne mit der Sprick-Pleite zusammenhängen. Im Woom-Online-Shop schwankt die Verfügbarkeit der verschiedenen Farben und Modelle. Mit einer „ausgewogenen Strategie“ werde daran gearbeitet, „sowohl unsere Fachhandelspartner als auch den Direktvertrieb bestmöglich zu bedienen“, teilt der Woom-Chef mit. „Unser Ziel ist es, die Verfügbarkeit für alle Kanäle so fair und effizient wie möglich zu gestalten.“
Ob alle, die ihr Kind in diesem Frühling auf ein neues Woom-Rad setzen möchten, auch das gewünschte Modell in der favorisierten Farbe bekommen, muss sich aber noch zeigen.






