Die Abkürzung ETF ist längst zum Inbegriff des einfachen Aktiensparens geworden. Das Kürzel steht für die englische Bezeichnung Exchange Traded Funds, auf Deutsch börsengehandelte Fonds. Die Funktionsweise ist leicht verständlich. Ein ETF bildet einen Index nach, etwa das deutsche Börsenbarometer Dax. Statt alle 40 Aktien der größten Börsenunternehmen zu kaufen, erwirbt ein Anleger einen einzige ETF, der die Wertentwicklung dieser 40 Konzerne nachvollzieht. Steigt der Dax, gewinnt auch der ETF an Wert und umgekehrt. 

Warum auch Kleinanleger von ETF profitieren

Auf diese Weise können auch Kleinanleger mit einem geringen Kapitaleinsatz an der Entwicklung vieler Unternehmen teilhaben. Das ist schon mit Sparplänen ab 25 Euro im Monat möglich. Und das Risiko von Kursverlusten verringert sich, wenn der Einsatz auf viele Unternehmen verteilt wird. Verbraucherschützer haben deshalb lange vor allem auf den Index MSCI World gesetzt. Darin sind weltweit 1.500 Firmen aus 23 Ländern vertreten. Doch derzeit leiden die Besitzer von ETF auf diesen Index. Denn der größte Anteil der Unternehmen kommt aus den USA. Und dort ging es mit den Kursen in letzter Zeit vor allem abwärts. Auf lange Sicht haben die ETF-Sparer jedoch gute Chancen auf eine hohe Rendite, auch beim MSCI World. 

Der zweite große Vorteil der ETF im Vergleich zu herkömmlichen Aktienfonds sind die geringen laufenden Kosten. Vielfach berechnen die Herausgeber nur eine Gebühr von 0,25 Prozent des Wertes im Jahr. Und auch der Kauf selbst oder ein Sparplan fallen finanziell nicht groß ins Gewicht. Schließlich spricht auch die große Auswahl an ETF für diese Anlageform. Es gibt ETF auf Branchenindizes, einzelne Länder, auf Staatsanleihen oder Rohstoffe, auch nachhaltige Unternehmen oder auch Schwellenländer.