Die Zeiten, in denen in jeder Stadt ein großes Postamt stand, sind längst vorbei. Heute unterhält die Deutsche Post nur noch drei eigene Filialen – auf der Zugspitze, im Reichstag und im Bonner Posttower. Die übrigen 12.800 Filialen befinden sich bei Händlern oder der Postbank. Und der Trend zum Auslagern geht weiter.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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In manchen Dörfern sollen künftig Automaten den Verkauf von Briefmarken und die Paketannahme übernehmen. Und dies ganz legal. Die Bundesnetzagentur hat im Zuge des neuen Postgesetzes erstmals an neun Orten Automaten als Ersatz für Postfilialen genehmigt. Mit Sicherheit werden weitere folgen.
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Post verschwinden: Wer verschickt noch regelmäßig persönliche Briefe?
Viele werden es bedauern, nicht mehr persönlich bedient zu werden. Das Problem liegt in zwei Entwicklungen, die kaum umkehrbar sind. Durch die Digitalisierung schreiben immer weniger Menschen und Firmen Briefe, sondern nutzen Mails zur Kommunikation. Zeitgleich haben in vielen Dörfern die letzten Tante-Emma-Läden dichtgemacht, wodurch es keinen Ort mehr für eine Filiale gibt.

Ein Dilemma. Dennoch ist ein Automat besser als gar kein Angebot. So will Dänemark seine Briefzustellung zum Jahresende sogar komplett einstellen. In Deutschland wird sie weiter an sechs Tagen garantiert. Somit besteht zumindest die Chance, noch Liebesbriefe oder Postkarten zu versenden. Doch Hand aufs Herz: Wer verschickt noch regelmäßig persönliche Briefe?
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Unsere Schreibgewohnheiten haben sich verändert – und darauf muss auch die Post reagieren, um wirtschaftlich zu sein. So bedauerlich dies für Nostalgiker ist: Irgendwann werden wir die letzten Briefkästen abmontieren, wie einst auch das Handy die Telefonzellen aus unseren Städten verdrängt hat.





