- Die offizielle Frist für die Steuererklärung 2024 endet am 31. Juli 2025.
- Unter bestimmten Bedingungen können Sie mehr Zeit für die Abgabe gewinnen.
- In manchen Fällen haben Sie sogar bis zu vier Jahre Zeit.
Manch einer wird derzeit unter Umständen nervös werden: Die Frist für die Abgabe der Steuererklärung rückt näher – offiziell endet sie am 31. Juli 2025. Doch so einfach ist es nicht. Denn wie so oft in Steuerfragen gibt es auch hier Ausnahmen. Und vor allem: Längst nicht jeder muss überhaupt eine Steuererklärung abgeben.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Wer als Arbeitnehmer in der Steuerklasse I keine weiteren Einnahmen neben seiner Arbeitnehmertätigkeit hat, ist nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Das betrifft Millionen Menschen in Deutschland.
Steuererklärung freiwillig abgeben: Warum es sich finanziell lohnen kann
Trotzdem kann sich eine Steuererklärung lohnen. Wer ausschließlich Einkünfte aus einer nicht selbstständigen Arbeit und eventuell Kapitaleinkünften hat und dennoch eine Steuererklärung abgegeben hat, bekam laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 durchschnittlich 1.172 Euro zurück. Es kann sich also durchaus lohnen, sich den Aufwand zu machen und die Steuerklärung auszufüllen.
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Wer freiwillig eine Einkommenssteuererklärung abgibt, muss sich von dem Stichtag 31. Juli 2025 nicht unter Druck setzen lassen. Stattdessen hat man bis Ende 2028 Zeit für die Abgabe. Und auch wer zwar verpflichtet ist, eine Steuererklärung zu machen, dabei aber auf eine Beratung, zum Beispiel durch eine Steuerberaterin oder einen Lohnsteuerhilfeverein, zurückgreift, hat mehr Zeit: nämlich immerhin noch bis zum 30. April 2026.

Wer alles eine Steuererklärung abgeben muss
Wenn man aber nicht steuerlich beraten wird und abgeben muss, dann ist am 31. Juli 2025 die Deadline für das Steuerjahr 2024. Auch wenn man nicht vermietet und auch kein Gewerbe oder weitere Nebeneinkünfte hat, kann man als „Normalo“ abgeben müssen. Häufige Gründe dafür sind:
- Man hat einen individuellen Freibetrag auf der elektronischen Lohnsteuerkarte.
- Man ist verheiratet und beide arbeiten mit der Steuerklassenkombination 3 und 5 (oder 4 mit Faktor).
- Man hatte in einem Job die Steuerklasse 6.
- Man hatte mehr als 410 Euro an Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Kurzarbeitergeld.
Sollte man die Abgabe bis zum 31. Juli durch Krankheit oder durch andere unvorhergesehene Belastungen nicht schaffen, kann man beim Finanzamt einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Man sollte aber versuchen, rechtzeitig abzugeben, um Verspätungszuschläge, oder im Extremfall Schätzungen und Zwangsgelder zu vermeiden.
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