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Im Abgas-Skandal haben Ermittler erstmals einen hochrangigen Manager des Volkswagen-Konzerns verhaftet. Der Audi-Chef Rupert Stadler wurde am Montag in der festgenommen. Ein Volkswagen-Sprecher sagte, Stadler sei am Vormittag von der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen worden.
Wegen der laufenden Ermittlungen könne sich Volkswagen inhaltlich nicht zu dem Fall äußern. Für Stadler gelte weiterhin die Unschuldsvermutung.
Bei Stadler besteht Verdunklungsgefahr
Die Staatsanwaltschaft München bestätigte, dass ein Haftbefehl gegen Stadler wegen Verdunkelungsgefahr vollzogen worden sei. „Der Beschuldigte wurde der Ermittlungsrichterin vorgeführt, die den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet hat“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Audi reagierte umgehend auf die Verhaftung. Die VW-Tochter will einem Zeitungsbericht zufolge noch am Montag einen neuen Vorstandschef benennen. Dieser solle die Marke mit den vier Ringen als Interimlösung führen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vorab. Laut dpa soll den Posten vorläufig der Niederländer Bram Schot übernehmen, wenn der Audi-Aufsichtsrat zustimmt. Der 56-Jährige ist seit rund einem Dreivierteljahr Vertriebsvorstand bei Audi.
Stadler ist seit 2007 Audi-Chef
Die Staatsanwaltschaft München hatte . Auch die Wohnung eines anderen amtierenden Audi-Manager war durchsucht worden.
soll nach der Aufdeckung der Manipulationen in den USA von den falschen Abgaswerten auch in Europa gewusst haben, aber anders als in den USA keinen Vertriebsstopp angeordnet haben. Die Ermittler stützten sich auf die Auswertung von Korrespondenz, verlautete aus Ermittlerkreisen. Im März 2017 und im Februar 2018 hatte es in der Audi-Zentrale in Ingolstadt und im Werk Neckarsulm Razzien gegeben.
Stadler, der Audi seit 2007 lenkt, steht seit Bekanntwerden des Abgasskandals vor mehr als zweieinhalb Jahren massiv unter Druck. Am Nachmittag sollte der Aufsichtsrat von Volkswagen zu einer regulären Sitzung zusammenkommen. Dabei sollte auch der Fortgang der Diesel-Aufklärungen ein Thema sei.

Donnerstag
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Für werden die Ermittlungen gegen Stadler zusehends zu einem Problem. Denn er setzt bisher beim Umbau des Wolfsburger Mehr-Markenkonzerns auf den Audi-Chef. Stadler leitet die wichtige Premiumgruppe der Wolfsburger mit der Marke Audi an der Spitze.
Über seine bevorstehende Ablösung als Vorstandschef in Ingolstadt wurde in der Vergangenheit mehrfach in Medien spekuliert. Belastbare Hinweise für ein Fehlverhalten Stadlers lagen allerdings Insidern zufolge bislang nicht vor. Einen Rücktritt lehnte der langjährige Audi-Manager in der Vergangenheit ab. Bisher hatten die Familien Porsche und Piech Stadler trotz aller Kritik Stadler im Amt gehalten. (rtr/dpa)





