Einen Tag lang wurde Tech-Milliardär Elon Musk mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX für den gefeiert – nun holt ihn sein Elektroautobauer Tesla wieder auf den Boden zurück.

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Hohe Kosten für den neuen Mittelklassewagen Model 3 brockten Tesla den bislang höchsten Quartalsverlust ein, wie Musks Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Immerhin wurden nach dem Stotterstart des Model 3 die Produktionsziele für den Hoffnungsträger bestätigt, mit dem Musk den Massenmarkt erobern will.

Zahlen kamen an der Börse gut an

Verglichen mit dem Vorjahreswert weitete Tesla den Verlust in den drei Monaten bis Ende Dezember von 121 Millionen auf 675 Millionen Dollar (550 Millionen Euro) aus. Soviel Geld hat die 2003 gegründete Firma noch nie in einem Quartal durchgebracht. Analysten hatten jedoch ein noch schlechteres Ergebnis befürchtet.

Am Markt kamen die Zahlen gut an, die Aktie stieg nachbörslich zunächst um rund zwei Prozent. Teslas Umsatz legte um 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar – das war ebenfalls mehr, als an der Wall Street erwartet worden war.

Das ist der neue Tesla E-Lastwagen

The Tesla Semi, the company's electric big-rig truck is seen in this undated handout image released on November 16, 2017.  Tesla/Handout via REUTERS     ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.  NO RESALES. NO ARCHIVE.
The Tesla Semi, the company's electric big-rig truck is seen in this undated handout image released on November 16, 2017. Tesla/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. NO RESALES. NO ARCHIVE.© REUTERS | HANDOUT
Elon Musk will das Lastwagen-Geschäft aufmischen. Der Tesla-Chef stellte bereits im November 2017 einen E-Truck vor.
Elon Musk will das Lastwagen-Geschäft aufmischen. Der Tesla-Chef stellte bereits im November 2017 einen E-Truck vor.© REUTERS | HANDOUT
Der Prototyp für den Elektro-Lkw Tesla Semi. Ab 2019 soll der Truck produziert werden.
Der Prototyp für den Elektro-Lkw Tesla Semi. Ab 2019 soll der Truck produziert werden.© REUTERS | ALEXANDRIA SAGE
Der Lkw soll eine Reichweite von 800 Kilometern haben.
Der Lkw soll eine Reichweite von 800 Kilometern haben.© REUTERS | STAFF
Die Innenansicht.
Die Innenansicht.© REUTERS | HANDOUT
Die stromlinienförmigen Lastwagen haben eine kurze Schnauze und eine aufgeräumte Fahrerkabine.
Die stromlinienförmigen Lastwagen haben eine kurze Schnauze und eine aufgeräumte Fahrerkabine.© REUTERS | HANDOUT
In der Innenkabine befinden sich zwei große Monitore.
In der Innenkabine befinden sich zwei große Monitore. © REUTERS | HANDOUT
Selbst mit voller Beladung soll die Beschleunigungszeit nur 20 Sekunden betragen.
Selbst mit voller Beladung soll die Beschleunigungszeit nur 20 Sekunden betragen.© REUTERS | HANDOUT
Elons Musk präsentierte auch den neuen Roadster.
Elons Musk präsentierte auch den neuen Roadster.© REUTERS | ALEXANDRIA SAGE
Er soll eine modernisierte Form des ersten Tesla-Autos sein un soll 2020 auf den Markt kommen.
Er soll eine modernisierte Form des ersten Tesla-Autos sein un soll 2020 auf den Markt kommen.© REUTERS | HANDOUT
Sportlicher Look.
Sportlicher Look.© REUTERS | REUTERS
Eine Batterieladung soll für 1000 Kilometer reichen.
Eine Batterieladung soll für 1000 Kilometer reichen.© REUTERS | HANDOUT
Platz gibt es für vier Personen.
Platz gibt es für vier Personen.© REUTERS | REUTERS

1542 Model S im Quartal ausgeliefert

Positiv aufgenommen wurde zudem, dass Tesla betonte, beim Model 3 an Musks ehrgeizigem Produktionsziel von 5000 gefertigten Wagen pro Woche bis Ende des zweiten Quartals festzuhalten. Ende des ersten Quartals sollen bereits 2500 Model 3 vom Band laufen. Davon war Tesla zuletzt noch weit entfernt, die ambitionierten Vorgaben mussten auch schon zweimal wegen Problemen mit dem Anlauf der Serienfertigung verschoben worden. Im Schlussquartal wurden laut Tesla nur 1542 Model 3 ausgeliefert. Den Vorbestellungen habe das aber nicht geschadet.

Tesla-Chef Elon Musk.
Tesla-Chef Elon Musk. © REUTERS | JOE SKIPPER


Für Tesla ist der Erfolg des in den USA ab 35.000 Dollar (rund 28.000 Euro) erhältlichen Model 3 extrem wichtig. Die Firma hat bereits massiv Geld in das Projekt investiert, mit dem der Sprung von der Luxus-Nische in den Massenmarkt gelingen soll. 2018 dürften die Ausgaben noch einmal weiter erhöht werden, warnte Musk die Investoren im Brief an die Aktionäre.

Cabriolet ins All geschossen

Mehr Grund zur Freude als Tesla dürfte Musk derzeit an seiner Zweitfirma SpaceX haben. Halb Amerika zählte am Dienstag den Countdown runter, als das Raumfahrtunternehmen seine neue Weltraumrakete „Falcon Heavy“ in Cape Canaveral ins All schoss.

Musk – nie um einen Publicity-Stunt verlegen – hatte dafür gesorgt, dass sein eigenes Tesla-Cabriolet als Probeladung mit an Bord ging. Der PR-Gag ging auf, der Raketentest war ein voller Erfolg. Jetzt muss Musk nur noch die Model-3-Produktion bei Tesla in Gang bringen. (dpa)