Bei Aldi sollen Kunden Zukunft für die dünnen und kleinen Plastiktüten an der Obst- und Gemüsetheke zahlen. Laut einem Medienbericht sollen die Tüten einen Cent kosten.

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Wirtschaft in Berlin

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Dieser eher symbolische Preis sowohl in Märkten von Aldi Nord als auch bei Aldi Süd fällig werden, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt. Ab Sommer 2019 wird der Preis erhoben. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über den Plan des Discounters berichtet.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den Vorstoß. Ein Cent sei nicht genug, um den massenhaften Verbrauch von Einwegtüten zu stoppen. Dafür sei eine Abgabe in Höhe von mindestens 22 Cent notwendig, teilte die Organisation am Dienstag mit.

Aldi-Obsttüten für einen Cent – Umwelthilfe nennt das „Effekthascherei“

Die stellvertretende DUH-Geschäftsführerin Barbara Metz sagte: „Ein signifikanter Lerneffekt ist bei einem derart niedrigen Preis nicht zu erwarten.“ Alles unterhalb eines Preises von 22 Cent sei „nur Effekthascherei“. Die Aktion dürfe zudem nicht darüber hinwegtäuschen, dass Aldis Verpackungspolitik „alles andere als gut ist“.

Für Getränke würden keine Mehrwegflaschen, sondern ausschließlich Einwegverpackungen angeboten. „Unnötige und nicht recyclingfähige Verpackungen sind an der Tagesordnung“, so Metz. Statt Geld für die dünnen Plastiktüten zu verlangen müssten wiederverwendbare Mehrwegnetze als Alternative angeboten werden.

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• Kommentar:

Aldi verbannt Plastiktüten

Größere Plastiktüten sind in Supermärkten und Discountern in Deutschland fast durchgehend kostenpflichtig oder ganz aus dem Sortiment verschwunden. Bei Aldi gibt es seit Ende 2018 keine Plastiktüten mehr, wie das Unternehmen mitteilte. Das hat aber offensichtlich dazu geführt, dass immer wieder Kunden ihre gesamten Einkäufe in den so genannten Hemdchenbeutel verpacken und sich so eine größere Tüte sparen.

Warum sind Plastiktüten ein großes Problem?

  • Nach Angaben des Bundesumweltministeriums verbrauchten die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als drei Milliarden der dünnen Plastiktüten.
  • Das entsprach einem Pro-Kopf-Verbrauch von 37 Beuteln und damit einem Anstieg im Vergleich zu 2015 und 2016.
  • Aldi hofft, dass ein Preis für kleine Tüten diesen Trend wieder umkehrt.
Aldi Süd und Aldi Nord wollen Plastikabfällen den Kampf ansagen.
Aldi Süd und Aldi Nord wollen Plastikabfällen den Kampf ansagen. © dpa | Sina Schuldt

„Die Zahlen bestätigen, dass die Bepreisung der Plastiktaschen Verbraucher sichtlich zum Umdenken bewegt hat. Ein ähnliches Prinzip verfolgen wir mit dem symbolischen Cent für unsere Einwegtüten im Obst- und Gemüsebereich“, so Kristina Bell, die im Einkauf von Aldi Süd für Qualitätssicherung und Unternehmensverantwortung zuständig ist.

Plastiktüten bei Aldi: Discounter hoffe, dass andere Händler mitziehen

Aldi hoffe, dass andere Händler ebenfalls eine Abgabe auf die Hemdchenbeutel verlangen, heißt es. „Wir würden uns freuen, wenn andere Händler mitziehen“, sagte Kristina Bell.

Aldi plane, die kostenpflichtigen Knotenbeutel von Sommer an aus Bioplastik fertigen zu lassen. Als Alternative zu den Hemdchenbeuteln wolle der Discounter von Herbst an wiederverwendbare Netze für Obst und Gemüse verkaufen. Unter anderem Rewe und zahlreiche Bio-Märkte bieten diese Baumwollnetze bereits an.


Bis Ende 2020 will die Kette die Beutel aus den eigenen Märkten verbannen.

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Neben den Plastiktüten fällt in Supermärkten aber auch noch an anderen Stellen Müll an – so etwa bei der Verpackung von Obst und Gemüse. und auch Bei

Dabei ist es auch an den Verbrauchern, etwas für die Umwelt zu tun, sind sich Experten einig.


• Hintergrund:
Bericht „Süddeutsche Zeitung“ zu Plastiktüten bei Aldi (epd/ac/cho)