Volkswagen plant, seine Wechselprämie zum Tausch alter Diesel-Fahrzeuge auf ganz Deutschland auszuweiten. „Aktuell prüft der Volkswagen Konzern ein zeitlich befristetes bundesweites Angebot der Wechselprämie, die bei Inzahlungnahme eines Euro-4- oder Euro-5-Diesel-Fahrzeugs gewährt wird“, sagte ein Konzernsprecher am Freitag.
Diese ist ihm zufolge aktuell auf die 15 besonders belasteten Städte beschränkt. Zuvor hatte die „Bild“ über das Vorhaben berichtet.
„Die zuständigen Vorstandsgremien werden voraussichtlich Anfang der kommenden Woche Entscheidungen dazu treffen“, sagte der Sprecher.
Je nach Modell sei die Prämie von 500 bis zu 9.000 Euro gestaffelt. Auch beim Hersteller gibt es laut dem „Bild“-Bericht keine Einschränkung. VW nehme demnach alle Euro-4 oder Euro-5 Fahrzeuge zurück, unabhängig von welcher Marke.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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zu denen beispielsweise Köln, Hamburg, Düsseldorf und München gehören. Zuletzt war darüber diskutiert worden, ob VW auch Berlin und Frankfurt am Main zu den Intensivstädten hinzufügen wird.
Verkehrsminister Andreas Scheuer lobt VW
Das wird nun nicht mehr nötig sein. Zu der Lösung sei es nach einem Gespräch von VW-Chef Herbert Diess mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gekommen, schreibt die Zeitung.
„Damit ist der größte deutsche Autokonzern der erste Anbieter, der allen Dieselbesitzern in Deutschland ein richtig gutes Tauschangebot für sauberere Autos macht“, sagte Scheuer der „Bild“ (Bezahlinhalt).
Zeitgleich versuchte der Minister, den Druck auf die Konkurrenz zu erhöhen. „Ich hoffe, dass auch die anderen Autohersteller für solche guten News im Sinne ihrer Kunden sorgen“, sagte Scheuer.
Auto-Experte Dudenhöffer ist skeptisch
Solche Aussichten hält Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer für unrealistisch. „Die Hoffnung des Ministers, dass dadurch weitere Fahrverbote vermieden werden könnten, geht an der Realität vorbei“, sagte der Direktor des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen.
„Die Hersteller arbeiten alle gewinnorientiert und machen das, was sie für richtig halten, nicht das, was sich ein Verkehrsminister wünscht.“
Dass Volkswagen mit den Prämien nun vorangehe, liege daran, dass der Dieselskandal und die Probleme bei der Umstellung auf das neue Abgas-Prüfverfahren WLTP das Unternehmen gehörig zurückgeworfen hätten.
Bis zu 3000 Euro für Hardware-Nachrüstung
Wer sich keinen neuen oder gebrauchten Wagen leisten kann oder will, wird von VW zudem mit bis zu 3000 Euro für eine Hardware-Nachrüstung entschädigt.
Der Verkehrsminister hat mit der Diesel-Wechselprämie von VW einen Teilerfolg erzielt.
In vielen Städten beginnen diese Jahr die Fahrverbote
In zahlreichen Städten beginnen in diesem Jahr die geplanten Fahrverbote für alte Diesel-Fahrzeuge. in Stuttgart dürfen Dieselfahrer, die nicht aus Stuttgart kommen,
In diesen Städten werden Fahrverbote in folgenden Monaten umgesetzt:
- in Hamburg seit dem 1. Juni 2018
- in Stuttgart seit dem 1. Januar 2019 für Auswärtige, ab April auch für Stuttgarter
- in Köln ab April 2019
- in Bonn ab April 2019
- in Berlin ab Juni 2019
- in Essen ab dem 1. Juli 2019
- in Gelsenkirchen ab dem 1. Juli 2019
- in Darmstadt ab Mitte des Jahres 2019
- in Mainz ab dem 1. September 2019, falls die Grenzwerte im ersten Halbjahr nicht eingehalten werden
- in Frankfurt am Main ist die Umsetzung noch offen
(tki)




