Der Krieg in der Ukraine und die davon ausgelöste Energie- und Preiskrise hat in Deutschland die Verbraucherpreise im Energiesektor massiv beeinflusst. Heizöl, Gas, Pellets und bald auch noch die Strompreise – auch 2023 bahnt sich zumindest kurzfristig erst einmal keine Entspannung an. Mit diversen Entlastungen versucht die Politik die finanziellen Folgen für die Bürger etwas abzufedern. Jetzt wurde bekannt: Auch Heizöl- und Pelletkunden sollen einen Zuschuss vom Staat bekommen. Unabhängig davon kann sich ein Blick auf die aktuelle Entwicklung der Heizölpreise lohnen – hier im Artikel erfahren Sie mehr.
Viele Informationen zur Entwicklung der Heizölpreise und zu Prognosen für den Winter haben wir hier für Sie zusammengefasst.
Heizölpreise am 17. Dezember: So viel hat ein Liter Heizöl in Deutschland gekostet
Je nach Anbieter kann sich der Heizölpreis leicht unterscheiden. Zudem gibt es verschiedene Arten von Heizöl – für Premium-Öl muss etwa mehr bezahlt werden als für die Standard-Variante. Allerdings gibt es Mittelwerte, die Verbraucher für einen Vergleich kennen sollten. Unsere Tabelle zeigt die Preise pro Liter verschiedener Anbieter und Vergleichsportale.
| Heizölpreise laut "TotalEnergies" | Heizölpreise laut "Tecson" | Heizölpreise laut "esyoil" | |
| Heizölpreise am Montag, 12. Dezember | 1,18 Euro | 1,18 Euro | 1,15 Euro |
| Heizölpreise am Dienstag, 13. Dezember | 1,21 Euro | 1,19 Euro | 1,17 Euro |
| Heizölpreise am Mittwoch, 14. Dezember | 1,25 Euro | 1,24 Euro | 1,21 Euro |
| Heizölpreise am Donnerstag, 15. Dezember | 1,28 Euro | 1,26 Euro | 1,25 Euro |
| Heizölpreise am Freitag, 16. Dezember | 1,29 Euro | 1,29 Euro | 1,26 Euro |
| Heizölpreise am Samstag, 17. Dezember | 1,28 Euro | - | 1,24 Euro |
Im Vergleich zum Vortag sind die Heizölpreise am 17. Dezember leicht gesunken. Nach Informationen von "TotalEnergies" kostete der Liter Heizöl 1,28 Euro und damit einen Cent weniger als am 16. Dezember. Berichten des Vergleichsportal "esyoil" zufolge sank der Literpreis sogar um zwei Cent – von 1,26 Euro auf 1,24 Euro pro Liter Heizöl. Insgesamt bewegten sich die Heizölpreise aber auf einem hohen Niveau. Preise von teilweise über 1,60 Euro pro Liter gehören aber weiter der Vergangenheit an.
Als Grund für die tendenziell sinkenden Heizölpreise machen Experten die ebenfalls gesunkene Nachfrage verantwortlich. Hinzu kommen die milden Temperaturen im Herbst als günstiger Preisfaktor. Wer im Herbst gewartet hat und jetzt Heizöl bestellt, kann somit kräftig sparen. Unklar ist allerdings, wie lange der aktuelle Preistrend andauert. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Energiepreise von heute auf morgen unerwartet ändern können. Zudem lässt sich nur schwer abschätzen, wie sich die Verbraucherpreise insgesamt 2023 weiter entwickeln werden.
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Die Entscheidung – ob man jetzt Heizöl einkauft oder besser abwartet – sollte man jedoch nicht allein vom Marktpreis abhängig machen. Wer kein oder bloß noch wenig Heizöl im Tank hat, sollte zumindest eine gewisse Menge bestellen, um über die nächsten Wintermonate zu kommen. Jetzt noch Geld sparen kann, wer beim Heizölbestellen einen wichtigen Tipp beachtet. Und auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle, wie die Heizölpreise oben in der Tabelle zeigen. Zwar schwanken die Preise im Moment weniger stark, bei größeren Bestellungen – etwa mit den Nachbarn – können sich auch wenige Cent schnell rechnen.
Die Entwicklung der Heizölpreise in Deutschland im Jahr 2022
Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Energiemärkte auf der ganzen Welt nachhaltig verändert. Auch die Heizölpreise in Deutschland sind aufgrund der veränderten geopolitischen Lage stark gestiegen. Nach einem anfänglichen Hoch ist der Preis zwischenzeitlich wieder etwas zurückgegangen – im Vergleich zu den Vorjahren sind es aber immer noch sehr teure Preise. Die Preisentwicklung in unserer Tabelle basiert auf Angaben von "esyoil":
| Datum | Heizölpreise pro Liter |
| 15. Januar 2022 | 0,87 Euro |
| 15. Februar 2022 | 0,94 Euro |
| 15. März 2022 | 1,69 Euro |
| 15. April 2022 | 1,30 Euro |
| 15. Mai 2022 | 1,30 Euro |
| 15. Juni 2022 | 1,47 Euro |
| 15. Juli 2022 | 1,52 Euro |
| 15. August 2022 | 1,53 Euro |
| 15. September 2022 | 1,52 Euro |
| 15. Oktober 2022 | 1,68 Euro |
| 15. November 2022 | 1,37 Euro |
| 15. Dezember | 1,25 Euro |
Heizölpreise in Deutschland: Unterschiede zwischen den Bundesländern
Es gibt viele verschiedene Einflussfaktoren, die sich auf die Heizölpreise in Deutschland auswirken. Neben dem Prinzip von "Angebot und Nachfrage" sowie auch der weltpolitischen Entwicklung gehört dazu auch der Wohnort in Deutschland. Daher können die Preise je nach Bundesland stark variieren. Die Daten in der unten stehenden Tabelle stammen vom Vergleichsportal "esyoil"
| Bundesland | Heizölpreis pro Liter am 17. Dezember 2022 |
| Baden-Württemberg | 1,23 Euro |
| Bayern | 1,20 Euro |
| Berlin | 1,39 Euro |
| Brandenburg | 1,35 Euro |
| Bremen | 1,33 Euro |
| Hamburg | 1,29 Euro |
| Hessen | 1,22 Euro |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1,32 Euro |
| Niedersachsen | 1,31 Euro |
| Nordrhein-Westfalen | 1,16 Euro |
| Rheinland-Pfalz | 1,21 Euro |
| Saarland | 1,26 Euro |
| Sachsen | 1,23 Euro |
| Sachsen-Anhalt | 1,28 Euro |
| Schleswig-Holstein | 1,26 Euro |
| Thüringen | 1,25 Euro |
Der bundesweit leicht sinkende Heizölpreis spiegelte sich am 17. Dezember auch in den Heizölpreisen der einzelnen Bundesländer wider. In nahezu allen Regionen sank der Preis für einen Liter Heizöl um wenige Cent. Gerade bei größeren Bestellungen – etwa mit der Nachbarschaft – können sich auch solche leichten Preisanpassungen bemerkbar machen. Am günstigsten war der Liter Heizöl am 17. Dezember 2022 mit 1,16 Euro in Nordrhein-Westfalen – gefolgt von Bayern (1,20 EUR/Liter) und Rheinland-Pfalz (1,21 EUR/Liter). Am tiefsten mussten die Heizölkunden heute in Berlin (1,39 EUR/Liter) in die Tasche greifen.



