Corona-Krise

So kommen Berliner Klein-Unternehmer an Zuschüsse

Ab Freitag können Firmen in der Hauptstadt Zuschüsse bei der Investitionsbank Berlin beantragen. So geht es.

Bei der Investitionsbank Berlin können ab Freitagmittag Zuschüsse beantragt werden.

Bei der Investitionsbank Berlin können ab Freitagmittag Zuschüsse beantragt werden.

Foto: Andrea Warnecke / dpa-tmn

Berlin. Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten, Freiberufler und sogenannte Solo-Selbstständige können ab Freitag Zuschüsse bei der Investitionsbank Berlin (IBB) beantragen.

  • Wie viel Geld steht zur Verfügung?

  • Für das Programm sind zunächst bis zu 300 Millionen Euro vorgesehen. Pro Antragsteller können aus Landesmitteln maximal 5000 Euro als Zuschuss ausgezahlt werden. Ergänzend dazu können Zuschüsse von bis zu 9000 Euro aus Bundesmitteln beantragt werden. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.
  • Wer und welche Unternehmen können Zuschüsse beantragen?

  • Antragsberechtigt sind gewerbliche Solo-Selbstständige, also Personen, die eine selbstständige Tätigkeit allein, ohne angestellte Mitarbeiter ausüben sowie Freiberufler und Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten. Alle müssen ihren Firmensitz in Berlin haben.
  • Wo können die Zuschüsse beantragt werden?

  • Ausschließlich im Internet auf der Webseite der IBB unter www.ibb.de. Das ist ab Freitag, 12 Uhr, möglich.
  • Welche Nachweise und Unterlagen sind dafür nötig?

  • Laut IBB müssen keine Unterlagen eingereicht oder hochgeladen werden. Unternehmer müssen aber versichern, dass ihr Geschäft durch die Corona-Krise beeinträchtigt ist. Nötig seien zudem Angaben zur Firma (Name, Straße, PLZ, Rechtsform), ein Ausweisdokument (Personalausweis/ Reisepass), die Steuernummer sowie eine Bankverbindung der Firma (IBAN).
  • Wie lange dauert die Antragstellung?

  • Die Antragstellung dauert, so ein IBB-Sprecher, maximal zehn Minuten.
  • Wann wird das Geld ausgezahlt?

  • Innerhalb von drei Werktagen soll der Zuschuss auf dem Konto sein.
  • Warum gibt es keine Zuschüsse für Firmen mit mehr als fünf Beschäftigten?

  • Für Freiberufler und Kleinstunternehmen mit mehr als fünf und bis zu zehn Beschäftigten hat bereits der Bund ein Zuschuss-Programm aufgelegt. Bis zu 15.000 Euro Zuschuss aus Bundesmitteln können auch über die IBB beantragt werden. Lücken bestehen laut Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin aber bei bei Mittelständlern mit mehr als zehn Mitarbeitern. Diese fielen derzeit durch das Zuwendungsraster.
  • „Die meisten anderen Bundesländer machen es vor und haben sogar bereits erste Zuschüsse gezahlt. Es kann nicht sein, dass in Berlin der klassische Mittelstand, der in der Stadt viele zehntausend Arbeitsplätze sichert, von direkten Zuwendungen ausgeschlossen und von der Politik allein gelassen wird“, kritisierte IHK-Präsidentin Beatrice Kramm. Sie appellierte zudem an die Hausbanken. Von vielen Unternehmen sei zu hören, dass die jeweiligen Geldhäuser ihnen nicht so unterstützend zur Seite stünden wie erhofft.
  • Die Berliner Sparkasse wies das auf Anfrage zurück. Die Bank habe ihre Erreichbarkeit telefonisch sowie online verstärkt und zudem angeboten, die Tilgung laufender Firmenkredite für bis zu sechs Monate auszusetzen.

Alle Nachrichten zum Coronavirus in Berlin, Deutschland und der Welt: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus in Berlin haben wir hier für Sie zusammengefasst. Darüber hinaus berichten wir in einem Newsblog laufend über die aktuellsten Entwicklungen bei der Ausbreitung und Eindämmung des Coronavirus in Berlin. Die überregionalen News zu Covid-19 können Sie hier lesen. Zudem zeigen wir in einer interaktiven Karte, wie sich das Coronavirus in Deutschland, Europa und der Welt ausbreitet. Alle weiteren wichtigen Informationen zum Coronavirus bekommen Sie hier.

Lesen Sie auch:

Masken gegen Corona statt Brautkleider

Coronavirus: Wie bekommt man die Hilfsgelder der Regierung?

Wie Berliner Unternehmen in der Corona-Krise helfen