Coronavirus

Preise für Heizöl, Benzin und Diesel niedrig wie lange nicht

Die Preise für Heizöl, Benzin und Diesel sind auf Talfahrt. Auch Aktienkurse brechen ein. Was das mit dem Coronavirus zu tun hat.

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Das Coronavirus verbreitet sich weltweit. Viele Bürger kaufen Atemschutzmasken – aber was bringen Schutzmasken gegen Viren?

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Berlin. 
  • Das Coronavirus ist auch an den Börsen zu spüren
  • Die weltweite Sorge um einen weiteren Anstieg der Infektionen sorgen für Verunsicherung
  • Verbraucher können davon derzeit profitieren: Die Preise für Heizöl und Benzin sinken deutlich

Verbraucher in Deutschland bekommen die Folgen der Angst um die weitere Ausbreitung des Coronavirus in China zu spüren – wenn sie Heizöl bestellen oder den Tank ihres Autos füllen.

Die Preise rauschten zum Wochenbeginn spürbar nach unten. Grund sind Sorgen um gravierende Auswirkungen der neuen Lungenkrankheit auf das ohnehin schwächelnde Wirtschaftswachstum Chinas und die daraus resultierenden Folgen für die Weltwirtschaft. Die Preise an den Ölmärkten brachen ein und erholten sich nur langsam.

Coronavirus sorgt für sinkende Ölpreise

  • So verbilligte sich Heizöl am Montag regional um zwei bis drei Euro je 100 Liter, registrierte der Messgeräte-Hersteller Tecson.
  • Im bundesweiten Durchschnitt kosteten 100 Liter Heizöl bei der Abnahme von insgesamt 3000 Litern nun 61,10 Euro (inklusive Mehrwertsteuer).
  • So günstig war Heizöl zuletzt vor fast zwei Jahren im März 2018.
  • Am Mittwoch lag der Heizölpreis wieder bei 62,50 Euro.

Ähnlich die Entwicklung an den Tankstellen:

  • Nach Daten der Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt kostete ein Liter Dieselkraftstoff am Dienstagmittag im Durchschnitt 1,24 Euro.
  • Zu Jahresbeginn mussten Verbraucher noch 1,33 Euro zahlen.
  • Auch Superbenzin E10 verbilligte sich auf nun 1,42 Euro je Liter.

Börsenkurse knicken spürbar ein

Nach dem Jahreswechsel hatte die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani für ein kurzzeitiges Preishoch an den Ölmärkten gesorgt. Nun schlägt das Pendel durch die Konjunktursorgen wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus in die gegensätzliche Richtung aus.

Auch an der Börse sind die Auswirkungen teils heftig zu spüren. Der deutsche Aktien-Leitindex Dax knickte nach Handelsbeginn am Montag um 2,5 Prozent ein und sackte bis Dienstagmittag auf 13.185 Punkte ab. Seitdem erholt er sich wieder und lag am Mittwochmittag bei 13.333 Punkten.

Damit entfernte sich das Börsenbarometer vor der erst in der vergangenen Woche erreichten Rekordmarke von 13.640 Punkten. Am stärksten waren Aktien der Lufthansa betroffen – die Papiere der Fluggesellschaft verloren über 4,5 Prozent an Wert.

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