Verkehr

Andreas Scheuer: E-Auto-Kaufprämie soll erhöht werden

| Lesedauer: 2 Minuten
Verkehrsminister Andreas Scheuer will E-Autos mehr unterstützen.

Verkehrsminister Andreas Scheuer will E-Autos mehr unterstützen.

Foto: Annegret Hilse / Reuters

Die Kaufprämie für Elektroautos soll erhöht werden. So will es das Bundesverkehrsministerium. Das sind Andreas Scheuers Forderungen.

Berlin. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will die Kaufprämie für Elektroautos nach Informationen aus Regierungskreisen deutlich ausweiten.

„Das Ministerium will sowohl höhere Beträge als auch eine längere Förderdauer als vom Wirtschaftsministerium vorgeschlagen“, sagte ein Regierungsvertreter am Freitag. So sollten günstigere E-Autos bis 30.000 Euro umfangreicher gefördert werden und dafür der Anteil des Bundes verdoppelt werden.

Derzeit liegt die Gesamt-Kaufprämie für E-Autos in Höhe von 4000 Euro

Die bisherigen Regelungen laufen Ende Juni aus. Wirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) hatte vorgeschlagen, sie zunächst weitgehend unverändert bis Ende 2020 zu verlängern. Das Verkehrsministerium wollte sich zu den Informationen nicht äußern und verwies auf die laufenden Abstimmungen innerhalb der Regierung.

Die derzeitige Gesamt-Kaufprämie in Höhe von 4000 Euro für E-Autos und 3000 Euro für Hybrid-Fahrzeuge teilen sich Bund und Autobauer. Die Nachfrage war aber bei den bisherigen Summen eher verhalten.

Sollte die Industrie ihren Anteil beibehalten, würde sich die Gesamtförderung für reine E-Autos mit dem Vorstoß auf 6000 Euro erhöhen, für Plug-In-Hybride auf 4500 Euro, sofern sie nicht mehr als 30.000 Euro kosten. Autos sollen in der EU bis 2030 über 30 Prozent sauberer werden.

Hintergrund: Zwischen Elektro und Skandal: Eine Branche im Umbruch

E-Autos soll zum Durchbruch verholfen werden

Den Regierungskreisen zufolge will das Verkehrsressort unter Führung von Minister Andreas Scheuer (CSU) die Regelung bis Mitte der 2020er Jahre festschrieben, um den E-Autos zum Durchbruch zu verhelfen.

Eine weitere Idee des Verkehrsministers: Jugendliche sollen den Moped-Führerschein nach Plänen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer künftig schon mit 15 Jahren machen können – wenn es in ihrem Bundesland so festgelegt wird.

Der Bund will den Ländern dafür ermöglichen, das Mindestalter von derzeit 16 Jahren dauerhaft auf 15 zu senken, wie das Ministerium am Freitag auf Anfrage in Berlin mitteilte. Als weitere Idee hatte der Verkehrsminister einen grünen Pfeil für Radfahrer vorgeschlagen. Auch das Bahnfahren soll laut dem Verkehrsminister billiger werden. Scheuers Vorschlag erfuhr viel Lob. (msb/reuters/dpa)