Warenhausketten

Nach Fusion mit Karstadt: Galeria Kaufhof-Chef muss gehen

Die einstigen Konkurrenten Galeria Kaufhof und Karstadt haben fusioniert.Das hat nun Konsequenzen: Fast alle Vorstände müssen gehen.

Das Kartellamt hatte der Fusion von Kaufhof und Karstadt zugestimmt.

Das Kartellamt hatte der Fusion von Kaufhof und Karstadt zugestimmt.

Foto: Wolfgang Rattay / REUTERS

Berlin.  Nach dem Zusammenschluss von Galeria Kaufhof und Karstadt greifen die Warenhausketten hart durch: Alle Vorstände müssen ihren Hut nehmen – mit einer Ausnahme. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Der Chef von Galeria Kaufhof, Roland Neuwald, muss den Konzern ebenso verlassen wie die Geschäftsführer Edo Beukema, Klaus Hellmich und Peter Herlitzius. Nur ein Posten bleibt besetzt: Finanzchef Guido Mager bleibe auf seiner Position, heißt es laut dpa im Umfeld des Unternehmens.

Kartellamt stimmte Deal bereits zu

„Der macht einen guten Job“, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ über den Abgang von Neuwald berichtet.

Die Eigentümer von Galeria Kaufhof und Konkurrent Karstadt hatten vor einigen Wochen beschlossen, ihre beiden Warenhausketten zu verschmelzen . Das Kartellamt hat dem Deal bereits zugestimmt.

Der formale Abschluss des Deals, das sogenannte Closing, steht noch bevor. Es soll am Freitag folgen. Die operative Führung des fusionierten Unternehmens wird Karstadt-Chef Stephan Fanderl übernehmen. Die frei werdenden Posten im Top-Management bei Galeria Kaufhof sollen Karstadt-Leute übernehmen.

Kaufhof und Karstadt waren jahrelang erbitterte Konkurrenten. (les/dpa)