Datenschutz

Uber muss wegen verschwiegenem Datenleck Rekordstrafe zahlen

Statt die Öffentlichkeit über Datenraub zu informieren, zahlte Uber den Hackern Geld. Nun muss das Unternehmen eine hohe Buße bezahlen.

Ein Uber-Wagen in New York.

Ein Uber-Wagen in New York.

Foto: Mike Segar / REUTERS

New York.  Der Fahrdienstvermittler Uber muss wegen eines verschwiegenen Datenlecks eine hohe Strafe bezahlen. Das Unternehmen akzeptierte das Bußgeld in Höhe von 148 Millionen Dollar (126 Millionen Euro), wie New Yorks Generalstaatsanwältin Barbara Underwood mitteilte.

Es ist die bislang höchste Strafe, die in einem solchen Fall verhängt wurde. Die Höhe ist durch einen gerichtlichen Vergleich entstanden, in dem die Generalstaatsanwältin den Schaden ermittelte, der den Bewohnern der 50 US-Bundesstaaten und dem Regierungsbezirk District of Columbia durch Ubers Datenleck entstanden war. Uber seien zudem weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Datensicherheit auferlegt worden – etwa ein „Integritätsprogramm“ und die Verpflichtung externer Prüfer.

Uber bezahlte die Hacker

Im November 2017 hatte der Fahrdienstservice eingeräumt, seit Oktober 2016 einen Cyberangriff verschwiegen zu haben, bei dem Hacker Daten zu rund 50 Millionen Fahrgästen und 7 Millionen Fahrern erbeutet hatten. Statt Betroffene und Behörden zu informieren, hatte Uber den Hackern 100.000 Dollar gezahlt und darauf vertraut, dass sie die Daten vernichten.

„Dieser Rekordvergleich sendet eine klare Botschaft: Wir haben null Toleranz für diejenigen, die das Gesetz umgehen und Verbraucher- und Mitarbeiterdaten gefährden“, verkündete Underwood. Uber zeigte sich in einem Statement zufrieden, eine Einigung mit den Staatsanwaltschaften erreicht zu haben. (dpa/aba)