Wirtschaft

Wegen Monsanto-Deal: Bayer verkauft Geschäftsteile an BASF

Bayer kauft Monsanto. Das unliebsame Geschäft mit Saatgut und Unkrautvernichtungsmitteln will das Unternehmen aber an BASF abgeben.

Das globale Unkrautvernichter-Geschäft ist lukrativ, aber auch umstritten.

Das globale Unkrautvernichter-Geschäft ist lukrativ, aber auch umstritten.

Foto: CHROMORANGE / Ernst Weingartner / imago/CHROMORANGE

Ludwigshafen/Leverkusen.  Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will im Zuge der Monsanto-Übernahme große Teile seines Geschäfts mit Saatgut und Unkrautvernichtungsmitteln an den Rivalen BASF abgeben. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilten beide Unternehmen am Freitag mit.

Der Kaufpreis liege bei 5,9 Milliarden Euro und könne noch angepasst werden. Der Deal solle nur stattfinden, wenn Bayer die Übernahme des umstrittenen US-Saatgutkonzerns Monsanto wirklich gelingt.

Auch Beschäftigte sollen zu BASF wechseln

Dabei sollen nicht nur das geistige Eigentum und die Standorte den Besitzer wechseln, sondern auch die Beschäftigten. Mehr als 1800 arbeiten für den Konzern vor allem in den USA, Deutschland, Brasilien, Kanada und Belgien.

Der Vertrag mit BASF umfasst den Angaben zufolge Bayers globales Unkrautvernichter-Geschäft mit dem Wirkstoff Glufosinat-Ammonium, das Saatgutgeschäft für Feldkulturen in einzelnen Märkten sowie weitere Teile. Diese Bereiche kamen im Jahr 2016 auf einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, der operative Gewinn betrug etwa 385 Millionen Euro. Ein Abschluss des Verkaufs wird für das erste Quartal 2018 erwartet. (dpa/rtr)

Bauern gegen Bayer-Monsanto

Vor der Bayer-Firmenzentrale in Leverkusen haben Bauern gegen die geplante Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto durch Bayer protestiert.
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