Frankfurt/Main

Einkommenserwartung der Deutschen nimmt ab

Frankfurt/Main. Das Verbrauchervertrauen in Deutschland ist überraschend gesunken. Der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gemessene Konsumklimaindex fiel erstmals seit Juni wieder unter die 10-Punkte-Marke und lag für den Monat November bei 9,7 Punkten. Dabei trübte sich die Stimmung vor allem bei der Einkommenserwartung und der Kaufneigung ein. Für die allgemeine Konjunkturentwicklung sind die Konsumenten weiterhin optimistisch.

Als Gründe für den Rückgang nennt die GfK die leicht anziehende Inflation und den gestiegenen Ölpreis. Letzterer ist mit rund 50 Dollar je Fass immer noch relativ niedrig, aber höher als in den Vormonaten. „Das macht sich bei den Benzinpreisen und beim Heizöl bemerkbar und insofern spüren das auch die Konsumenten“, erklärt Michael Holstein, Konjunkturexperte von der DZ Bank. Auch wenn die Inflation mit 0,7 Prozent im September niedrig bleibt, befürchten die Verbraucher, dass von ihrem Einkommen weniger übrig bleibt. Die guten Rahmenbedingungen bleiben aber bestehen, denn der Hauptgrund für die Konsumfreude ist der robuste Arbeitsmarkt. „Die Voraussetzungen für die Lohnentwicklung vom Arbeitsmarkt her sind nach wie vor gut“, urteilt Holstein. „Die Beschäftigungslage ist gut, die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Von dieser Seite droht wirklich keine gravierende Verschlechterung.“

Beobachter werten den Rückgang des Konsumklimas eher als Ausrutscher. Auch die Gesellschaft für Konsumforschung erwartet, dass sich der Konsum in Deutschland weiterhin robust entwickelt. „Der private Konsum wird auch in diesem Jahr einen entscheidenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland leisten“, heißt es. Zukünftig könnte allerdings etwas die erhöhte Terrorgefahr auf die Stimmung drücken, so die Meinungsforscher.