Vergleichsportal

Versicherungsmakler zwingen Check24 zu mehr Infos

Ein Verband von Versicherungsmaklern zwingt Check24 zum Nachbessern: Das Preisvergleichsportal muss nach einem Urteil mehr informieren.

Das Online-Vergleichsportal Check24 ist per Gericht gezwungen worden, Kunden besser zu informieren, wenn es um Versicherungen geht.

Das Online-Vergleichsportal Check24 ist per Gericht gezwungen worden, Kunden besser zu informieren, wenn es um Versicherungen geht.

Foto: imago stock&people / imago/Rüdiger Wölk

München.  Das Landgericht München hat dem Preisvergleichsportal Check24 größere Transparenz für seine Nutzer verordnet. Das Münchner Internet-Unternehmen muss seine Kunden künftig bei der Vermittlung von Versicherungsverträgen deutlich darüber informieren, dass es als Versicherungsmakler agiert und Provisionen kassiert. Die Vorsitzende Richterin Barbara Clementi verkündete das Urteil nach einem mehrmonatigen Zivilprozess am Mittwoch.

Geklagt hatte der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute, der 11.000 Versicherungsmakler vertritt und Check24 unlauteren Wettbewerb vorwarf. Verbandspräsident Michael Heinz erklärte das Urteil anschließend zum „Sieg für den Verbraucherschutz“.

„Wir können mit dem Urteil leben.“

Doch gaben die Richter den Klägern keineswegs in allen Punkten recht. Die Versicherungsvertreter hatten in ihrer Klage so scharfe Vorgaben für die Online-Beratung gefordert, dass das Internet-Geschäft mit Versicherungen bei einem vollständigen Sieg sehr erschwert worden wäre. Doch das Check24-Geschäftsmodell werde durch das Urteil nicht im Grundsatz gefährdet, sagte Christoph Röttele, der Geschäftsführer des Internetportals. „Wir können mit dem Urteil leben.“ (dpa)