Stellenabbau

Stahlkonzern ThyssenKrupp streicht Stellen im Anlagenbau

Im Anlagenbau arbeiten bei ThyssenKrupp mehr als 2000 Mitarbeiter. Einige Insider berichten schon über das Ausmaß des Stellenabbaus.

Das Stahlwerk des Industriekonzerns ThyssenKrupp in Duisburg (Archivbild).

Das Stahlwerk des Industriekonzerns ThyssenKrupp in Duisburg (Archivbild).

Foto: Oliver Berg / dpa

Dortmund.  ThyssenKrupp plant Stellenstreichungen in seiner Sparte Großanlagenbau. Ziel sei es, den Arbeitsplatzabbau im Bereich Process Technologies sozialverträglich zu gestalten, sagte ein Sprecher des Essener Stahl- und Technologiekonzerns.

Die Stellenstreichungen liegen im „niedrigen dreistelligen Bereich“, wie unsere Redaktion aus Kreisen aus dem Umfeld von „Process Technologies“ in Dortmund erfuhr. Vor allem der Hauptsitz in Dortmund, aber auch weitere Standorte des Bereichs seien betroffen, hieß es. Der Bereich Großanlagenbau beschäftigt bundesweit rund 2300 Mitarbeiter mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen.

Überkapazitäten sollen Grund für Stellenabbau sein

Hintergrund der geplanten Stellenstreichungen seien neben einer schwierigen Marktsituation auch interne Gründe, die zu einer verschlechterten Wettbewerbsfähigkeit führten. Dies habe zu Überkapazitäten an mehreren Standorten geführt, hieß es. Der Chef der Sparte Industrial Solutions, Jens Michael Wegmann, hatte zuvor einen Umbau bis Anfang Oktober angekündigt.

ThyssenKrupp beschäftigt in seiner Sparte Industrial Solutions, zu der neben dem Anlagenbau auch der Marineschiffbau gehört, weltweit rund 19.000 Mitarbeiter, davon gut 11.000 in Deutschland. Das Unternehmen hatte zuvor bereits angekündigt, die Effizienz seiner Werften-Tochter Marine Systems (TKMS) zu prüfen. (dpa/aba)