Geldinstitut

Postbank-Chef Strauß stellt kostenloses Girokonto in Frage

Das Girokonto könnte für Postbank-Kunden bald teurer werden: Das Geldinstitut prüft jedenfalls, das kostenlose Konto zu streichen.

Postbank-Chef Frank Strauß macht sich Sorgen über die niedrigen Zinsen. Er schließt nicht aus, dass Kunden deshalb bald für ihr Girokonto eine Gebühr zahlen müssen.

Postbank-Chef Frank Strauß macht sich Sorgen über die niedrigen Zinsen. Er schließt nicht aus, dass Kunden deshalb bald für ihr Girokonto eine Gebühr zahlen müssen.

Foto: Oliver Berg / dpa

Bonn.  Der Vorstandschef der Postbank, Frank Strauß, hat angesichts der Niedrigzinspolitik der EZB das kostenlose Girokonto für Privatkunden in Frage gestellt. Die Bank arbeite derzeit intensiv an einem neuen Preismodell, das noch dieses oder spätestens nächstes Jahr starten solle, sagte Strauß der „Welt am Sonntag“. Ob dabei das Girokonto kostenlos bleibe, könne er noch nicht abschließend sagen.

Möglicherweise werde es nur noch bestimmte Konto-Dienstleistungen kostenlos geben. „Es gibt keinen Anspruch auf ein kostenloses Girokonto. Sie zahlen auch für Strom, ein Teil der Bankdienstleistung ist wie Strom eine Versorgung“, sagte Strauß. Gebühren für Bargeldabhebungen am Automaten könne er sich allerdings nicht vorstellen, sagte Strauß. Bisher bietet die Postbank Privatkunden ein kostenloses Girokonto „bei belegloser Kontoführung“. (dpa)