Ölkatastrophe

Richter billigt Rekordstrafe für Mineralölkonzern BP

Milliarden Liter Öl flossen nach der Explosion einer Ölplattform 2010 ins Meer. Nun wurde die Rekordstrafe für Ölkonzern BP bestätigt.

Bei der Explosion der Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko starben elf Arbeiter.

Bei der Explosion der Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko starben elf Arbeiter.

Foto: Us Coast Guard / Handout / dpa

Houston.  Sechs Jahre nach der folgenschweren Explosion auf der Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko muss der Minerölkonzern BP umgerechnet rund 17,5 Milliarden Euro (20,8 Milliarden Dollar) zahlen. Der zuständige US-Richter Carl Barbier habe eine bereits im Oktober erzielte Einigung zwischen BP und mehreren US-Staaten gebilligt. Innerhalb der nächsten 16 Jahre soll der Energiekonzern das Geld an die Bundesstaaten überweisen.

US-Justizministerin Loretta Lynch sprach in einer Mitteilung von der „größten Strafe aller Zeiten wegen Umweltvergehen.“ Gleichzeitig werde nun eines der weitreichendsten Renaturierungsprogramme aller Zeiten folgen. Laut Ministerium sollen Lebensräume wiederhergestellt, die Wasserqualität verbessert und Meeresressourcen geschützt werden.

Explosion war eine der größten Öl-Katastrophen

Bei der Explosion der „Deepwater Horizon“ im April 2010 kamen elf Menschen ums Leben, 3,19 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl liefen nach Berechnung eines US-Gerichtes ins Meer. Es war eines der größten Unglücke in der Geschichte der Erdölförderung auf See. Erst nach vier gescheiterten Anläufen und 87 Tagen konnten Ingenieure eine Stahlglocke über die offene Quelle stülpen und den starken Strom aus dem Ölfeld stoppen. Mehr als 2000 Kilometer Küste wurden verschmutzt. (bk/dpa)