Fluggesellschaft

Bericht: Air-Berlin-Piloten verzichten auf Gehaltserhöhung

Air Berlin ist seit Jahren in der Krise. Um den Konzern zu retten, wollen Flugzeugführer und Führungskräfte Kürzungen in Kauf nehmen.

Zwei Flugzeuge der Fluggesellschaft Air Berlin – der Konzern ist seit Jahren in der Krise.

Zwei Flugzeuge der Fluggesellschaft Air Berlin – der Konzern ist seit Jahren in der Krise.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Berlin.  Im Ringen um eine Senkung der Kosten spart Air Berlin einem Magazinbericht zufolge auch bei den Piloten. 1250 Flugzeugführer würden im laufenden Jahr auf ihre bereits 2013 ausgehandelte Gehaltserhöhung von vier Prozent verzichten, meldete der „Spiegel“.

Eine Urabstimmung solle im Herbst darüber entscheiden, ob auch 2017 auf eine Anhebung verzichtet werde. Zudem würden die Bezüge von Firmenchef Stefan Pichler und rund 80 Führungskräften um fünf bis zehn Prozent gekürzt. Darüber hinaus müssten Überstunden künftig vorab angemeldet, vom Vorstand bewilligt und möglichst durch Freizeit abgegolten werden.

Die nach der Lufthansa zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft steckt seit längerem in der Krise – auch mehrere Sanierungsrunden und Chefwechsel brachten kaum Erfolg. In den vergangenen sieben Jahren flog Air Berlin nur einmal einen Konzernüberschuss ein. Die arabische Fluggesellschaft Etihad, die knapp 30 Prozent an dem Berliner Unternehmen hält, musste bereits mit Finanzspritzen helfen. (rtr)