Tarifkonflikt

Bei der Postbank drohen flächendeckende Streiks

Die Tarifgespräche bei der Postbank sind gescheitert. Damit schließt Ver.di auch eine Urabstimmung für einen Streik nicht mehr aus. Vorher gibt es noch ein Spitzentreffen.

Im Tarifkonflikt bei der Postbank um eine Verlängerung des Kündigungsschutzes droht eine massive Ausweitung des Arbeitskampfes. Die Tarifkommission habe am Donnerstag das Scheitern der Verhandlungen erklärt, teilte Verdi in Berlin mit. Auch eine Urabstimmung für einen Erzwingungsstreik ist nicht mehr ausgeschlossen, wenn der Bundesvorstand dazu grünes Licht erteilt. Damit wird das geplante Spitzentreffen von Vorständen der Deutschen Bank, Postbank und Verdi in der kommenden Woche (27.3.) zur alles entscheidenden Verhandlungsrunde.

Die Arbeitgeber hätten nach wie vor kein Angebot zum Kündigungsschutz vorgelegt. Dies führe zu einer hohen emotionalen Belastung der Beschäftigten, hieß es in der Begründung von Verdi. Die Gewerkschaft pocht auf eine Verlängerung des Kündigungsschutzes für die 9500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG und die 2700 Mitarbeiter der Postbank AG, Firmenkunden AG und BHW-Gruppe bis Ende 2020. Hintergrund sind Spekulationen über einen möglichen Verkauf, Teilverkauf oder Börsengang der Deutsche-Bank-Tochter. Die Beschäftigten fürchten deshalb um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze.