Nichts ging mehr bei dem beliebten Kurznachrichtendienst WhatsApp. Seit 19.26 Uhr hatte der Dienst eine Störung. Weder ließen sich Nachrichten verschicken noch empfangen oder Statusmeldungen der Kontakte einsehen. WhatsApp bestätigte die Server-Probleme auf Twitter und hoffte auf schnelle Behebung. Gegen 23.30 Uhr konnten die Nutzer aufatmen: Die App war wieder funktionstüchtig.

Trotzdem ein ungünstiger Zeitpunkt: Vor drei Tagen erst wurde bekannt, dass Mark Zuckerberg den Dienst für 19 Milliarden Dollar gekauft hat. Damit schluckte ein Online-Netzwerk mit 1,2 Milliarden Mitgliedern einen Kurznachrichtendienst mit 450 Millionen Nutzern.

Und die sahen die Übernahme nicht unbedingt positiv. Vor allem deutsche Nutzer sorgen sich seitdem um ihre Daten. „Wir gehen davon aus, dass diese Daten auch mit den Facebook-Daten verknüpft werden“, sagte Boris Wita von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Dass WhatsApp gerade jetzt einen Systemfehler hatte, verbanden einige Nutzer erwartungsgemäß mit der plötzlichen Übernahme. So twitterte @Paxter_Redwyne: „Eure WhatsApp Daten werden gerade auf die Facebookserver übertragen. Also kein Grund zur Sorge.“ Und @Tripple_D07 ergänzt: „An Zuckerberg's Stelle würde ich WhatsApp direkt wieder loswerden ... Funzt ja gar nicht ;)“

Andere spekulierten, dass sich durch die Medienberichte so viele Nutzer bei WhatsApp neu angemeldet hätten, dass die Server überlastet wurden.

Aber es gibt auch Alternativen zu WhatsApp. Vorher nur wenigen Insidern bekannt, interessieren sich immer mehr für Line, Viber, WeChat und Co. Vor allem Threema erhält seit den letzten Tagen regen Zulauf. Die Nutzerzahl der Schweizer App, die Nachrichten verschlüsselt verschickt, hat sich nach eigenen Angaben verdoppelt. In den vergangenen 24 Stunden sei die Zahl auf rund 400.000 angestiegen, berichtet "Süddeutsche.de".

Die Macher des kostenlosen Telegram-Messenger twitterten, dass sie 100 neue Anmeldungen pro Sekunde bekommen und versuchen würden, keine Verbindungsprobleme in Europa zu bekommen. Kurz darauf war auch ihr Server zusammengebrochen.

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Auf Twitter erntete der Systemausfall von WhatsApp derweil weltweit Spott.

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