BER-Debakel

Billigflieger Ryanair will Berlin nicht mehr anfliegen

Europas größter Billigflieger will der Lufthansa stärker Konkurrenz machen. Berlin spielt in den Wachstumsplänen von Ryanair allerdings keine Rolle mehr. Grund: das BER-Debakel.

Foto: NTB SCANPIX / REUTERS

Europas größter Billigflieger Ryanair will der Lufthansa in Deutschland stärker Konkurrenz machen. „Wir wollen in Deutschland fünf bis sechs neue Airports bedienen“, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Die Airline führe derzeit mit insgesamt 20 deutschen Flughäfen Gespräche. Dazu zählt allerdings nicht der der geplante neue Berliner Flughafen BER.

Trotz der Wachstumspläne werde Ryanair Berlin in Zukunft voraussichtlich nicht mehr anfliegen, weil die Flughafengebühren an dem neuen Airport zu hoch seien, sagte der Ire. Der Hauptstadtflughafen, für den nach mehreren Verschiebungen noch kein neuer Eröffnungstermin feststeht, sei „ein Desaster“.

Derzeit steuert Ryanair hierzulande 13 Flughäfen an. Ryanair hat im März 175 weitere Boeing-Passagierjets bestellt und will seine Flotte dadurch bis zum Jahr 2018 um ein Drittel aufstocken. Ziel sei es, die jährliche Passagierzahl binnen zehn Jahren von rund 80 Millionen auf 130 Millionen Kunden zu steigern, sagte O'Leary.

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