Nahost-Konflikt

Siemens fliegt Mitarbeiter aus Israel nach Deutschland

Der Konflikt im Gazastreifen spitzt sich immer weiter zu. Deshalb hat Siemens damit begonnen, Mitarbeiter aus Tel Aviv auszufliegen.

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Militante Palästinenser feuern weiter Raketen nach Israel, die israelischen Streitkräfte weiten die Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen aus.

Die Firma Siemens reagiert auf die angespannte Sicherheitslage in Israel. Wie ein Konzernsprecher Morgenpost Online bestätigte, hat das Unternehmen am Montag damit begonnen, seine in Tel Aviv untergebrachten deutschen Mitarbeiter auszufliegen. Demnach werden 35 der insgesamt 70 Kollegen auf eigenen Wunsch nach Deutschland gebracht. Darunter seien etliche Teammitglieder des am Berliner Unternehmensstandort angesiedelten „Field Service“, dessen Aufgabe die Wartung und Instandhaltung von Gasturbinen ist. Der Sprecher betonte, dass allen Mitarbeitern angeboten worden sei, das Land zu verlassen.

Für die Kollegen, die zunächst vor Ort bleiben wollen, werde nun ein „Notevakuierungsplan“ mit alternativen Reisreouten (etwa Land- und Seeverbindungen) erstellt, falls es zum Zeitpunkt von deren Abreise keine Flüge geben sollte. Zuvor hatte es Irritationen darum gegeben, dass einige Mitarbeiter bereits individuell Rückflüge über das firmeneigene Reisesystem gebucht hatten. Diese Buchungen seien storniert worden, da das Unternehmen die Ausreise koordinieren wollte.