Fluggesellschaft

Flugbegleiter der Lufthansa streiken nicht - vorerst

Die Arbeitsniederlegung der 18.000 Kabinenmitarbeiter der Lufthansa konnte abgewendet werden - zumindest bis zur nächsten Verhandlungsrunde.

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Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa wollen die Flugbegleiter nicht mehr über eine Gesamtlösung verhandeln, aber in dieser Woche nicht streiken. Die Gespräche habe man nach einem inakzeptablen Angebot des Unternehmens beendet, erklärte die Gewerkschaft UFO am Freitag.

Man erwarte nun bis zu Beginn nächster Woche ein Angebot, das sich allein auf die Vergütung bezieht. Danach werde man schnell über einen Streik entscheiden, sagte Verhandlungsführer Dirk Vogelsang. Lufthansa habe bis spätestens Mittwoch eine Offerte angekündigt.

Ein Streik ist damit zunächst bis zur nächsten Verhandlungsrunde aufgeschoben. Der Ausstand könnte aber schnell ausgerufen werden, weil die UFO-Mitglieder ihn bereits in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit befürwortet haben.

In dem Tarifkonflikt geht es nun nur noch um die Gehälter und Gewinnbeteiligungen von rund 18 000 Flugbegleitern. Er bedauere, dass nun nicht mehr über die entscheidenden Zukunftsfragen der Kabine gesprochen werden könne, sagte UFO-Chef Nicoley Baublies. Man müsse sich nun auf eine konzerneigene Billigfluglinie mit ungünstigen Tarifbedingungen einrichten, zu der mindestens 2000 Arbeitsplätze verlagert werden sollten.