Lebensmittelskandal

Auch Berlin warnt vor Dioxin-Eiern aus NRW

Nach dem Fund von "Dioxin"-Eiern in Nordrhein-Westfalen hat der Senat die Berliner Verbraucher zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen.

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Auch Berlin warnt nun vor dioxinbelasteten Eiern aus Nordrhein-Westfalen. Die Verzehrwarnung sei vorsorglich, hieß es am Mittwoch von der Senatsverwaltung für Verbraucherschutz, weil es in den Medien vereinzelte Berichte über den Fund der fraglichen Eier in der Hauptstadt gegeben habe. "Uns selbst liegt dazu jedoch noch nichts vor", ergänzte Sprecherin Lisa Jani.

Eier anhand der Stempelnummer prüfen

Nach dem Fund der dioxinbelasteten Eier hat der Senat die Berliner Verbraucher zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen. Zwar sei noch unklar, ob die betroffene Ware auch nach Berlin geliefert wurde, erklärte die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Mittwoch. Doch anhand der Stempelnummer 0-DE-0521041 könnten die Verbraucher prüfen, ob sie belastete Eier gekauft haben.

Bei geringem Verzehr der belasteten Eier sei jedoch nicht von einer akuten Gesundheitsgefahr auszugehen.

Entsorgung der "Dioxin"-Eier hat begonnen

Eine Spezialfirma hat am Mittwoch unterdessen damit begonnen, hunderttausende mit dem dioxinähnlichen PCB belastete Eier von einem Hof in Ostwestfalen zu entsorgen. Die erste Lastwagenfuhre sei eingetroffen, sagte der Werksleiter des Unternehmens Rendac Icker im niedersächsischen Belm. Der Kreis Minden-Lübbecke bestätigte, dass die ersten 300.000 Eier abgeholt worden seien. An diesem Donnerstag solle die zweite Ladung mit 300.000 Eiern folgen. Die Bio-Eier werden nach einem vorgeschrieben Verfahren behandelt. Der Hof war vor Ostern gesperrt worden. Woher das PCB kommt, ist noch ungeklärt

Für das Dioxin in Eiern ist offenbar weder Wasser noch Futter verantwortlich. In den vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) untersuchten Tränkwasserproben konnten Dioxine und das dioxinähnliche PCB nicht nachgewiesen werden, teilte das NRW-Verbraucherschutzministerium am Dienstagnachmittag in Düsseldorf mit. Zuvor hatte das CVUA bereits das Futter des gesperrten Bio-Hofs in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) untersucht und keine auffälligen Werte festgestellt.