Neue Kredite

Berliner Schuhhauskette Leiser vorerst gerettet

Leiser hat sich offenbar mit Lieferanten und Banken auf einen Kreditrahmen geeinigt und kann so 400 Arbeitsplätze sichern - vorerst.

Foto: Leiser

Die 400 Arbeitsplätze der Schuhkette Leiser sind vorerst gesichert. Dasinsolvente Unternehmen hat sich nach Angaben des Managements mit den Lieferanten und Banken auf einen Kreditrahmen geeinigt, der das Fortbestehen des Traditionshauses vorerst sichert.

Die Bahner Gruppe, zu der Leiser gehört, befindet sich in einem sogenannten Planverfahren. Dadurch erhält das Unternehmen die Möglichkeit, die Sanierung in Eigenregie vorzunehmen. Damit ist die Zukunft für das 120 Jahre alte Berliner Unternehmen allerdings noch nicht endgültig gewährleistet. Bislang sind nur wenige Planverfahren positiv verlaufen.

Leiser-Geschäftsführer Steffen Liebich zeigte sich am Mittwoch jedoch zuversichtlich. „Wir haben bereits für einen siebenstelligen Betrag neue Ware bestellt“, sagte Liebich.

In Berlin und Potsdam unterhält die Bahner Gruppe 21 Leiser-Läden und elf Schuhhof-Geschäfte. Das Planverfahren ist Teil einer neuen Insolvenzregelung in Deutschland. Das „Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen“, kurz ESUG genannt, hatte der Bundestag Ende Oktober 2011 beschlossen.

Es soll zu einer neuen Sanierungskultur in Deutschland führen. Es handelt sich bei dem Planverfahren um ein selbst geleitetes Insolvenzverfahren, bei dem die eingesetzten Sachwalter eher beaufsichtigende Funktionen und Aufgaben haben, anstatt wie bislang die Unternehmensleitung zu übernehmen.