"Welt"-Wirtschaftsgipfel

Top-Manager fordern rasches Handeln in Euro-Krise

Die Teilnehmer des "Welt"-Wirtschaftsgipfels im Axel-Springer-Haus verlangen konsequente Gegenmaßnahmen in der Schuldenkrise.

Foto: M. Lengemann/C. Hahn/Welt Online

Angesichts der wirtschaftlichen Folgen der europäischen Schuldenkrise haben Politik und Wirtschaft beim 4. „Welt“-Wirtschaftsgipfel im Berliner Axel-Springer-Haus nach Auswegen aus dem Euro-Dilemma gesucht.

Die Manager forderten von den Politikern der Euro-Zone vor allem ein konsequentes und rasches Handeln, damit das Vertrauen in die Stabilität einzelner Euro-Länder und der gesamten Währung wiederhergestellt wird. Die Unternehmensführer fürchten, dass ansonsten die Weltwirtschaft unter den Auswirkungen dieser Krise Schaden nehmen würde.

Immer wieder betonten sie, dass die Anleger solange nicht in europäische Staatsanleihen investieren würden, wie das Vertrauen in die Reformfähigkeit der Euro-Zone beschädigt sei. Europa müsse beschlossene Maßnahmen umsetzen und in seinen Entscheidungen deutlich weiter gehen als bisher.

Wiederholt warnten sie vor einem Scheitern der Währungsunion und den wirtschaftlichen Folgen. Die Folgen der Krise lassen sich auch am Euro-Kurs ablesen. Der fiel unter 1,27 Dollar.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel-Springer-Konzerns, begrüßte die über 50 Topmanager und Regierungsmitglieder, die in die Konzernzentrale gekommen waren, um über die Zukunft des Euro zu beraten.

Es sei zwar nicht beabsichtigt gewesen, aber der „Welt“-Wirtschaftsgipfel sei zu einem Krisengipfel geworden, sagte er. Döpfner nahm Bezug auf die am Vorabend geäußerten Einschätzungen von Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) und JP-Morgan-Chef James Dimon.

Der Amerikaner hatte darauf hingewiesen, dass der Euro zwar eine „der größten Errungenschaften“ der heutigen Zeit sei. Aber der Weg zum Scheitern sei oft mit vielen guten Absichten gepflastert. „Gute Absichten allein reichen nicht aus“, eröffnete Döpfner die Debatte. „Und so muss über den richtigen Weg, Probleme zu lösen, kontrovers diskutiert werden.“