Schuldenkrise

Spaniens Premier fleht die EU um Hilfe an

Die Zinsen für zehnjährige spanische Staatsanleihen steigen in beängstigende Höhen. Premier Zapatero fordert eine unverzügliche Intervention der EU.

Foto: dpa

Spaniens Ministerpräsident José Luis Zapatero hat angesichts der dramatischen Verschärfung der Schuldenkrise eine Intervention der Europäischen Union und der Europäischen Zentralbank (EZB) gefordert. Die EU müsse unverzüglich eine Antwort auf die internationale Krise geben, sagte Zapatero. „Jetzt bedarf es einer europäischen Zentralbank, die auch wirklich ihrem Namen gerecht wird und die gemeinsame Währung verteidigt.“

Spanien habe Kompetenzen an den EU-Ministerrat, an die EU-Kommission und die EZB abgegeben. Daher müssten diese Instanzen nun auch reagieren. „Europa muss eine Antwort auf die Krise geben und dafür sorgen, dass die Stabilität zurückkehrt“, betonte Zapatero.

Für Deutschland bedeute die derzeitige Situation zwar gewisse Vorteile. Aber wenn die Spannungen auf den Märkten anhielten, werde die gesamte Euro-Zone einschließlich Deutschlands von der Krise betroffen sein“, sagte der sozialistische Regierungschef.

In Spanien waren die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen am Donnerstag auf eine Größenordnung von sieben Prozent gestiegen . Auf diesem Niveau hatten andere EU-Länder internationale Hilfe beantragen müssen.