US-Branchenriese

Milliarden-Verkäufe retten Bank of America die Bilanz

Die angeschlagene Bank of America schreibt wieder schwarze Zahlen. Der Verkauf chinesischer Banken-Anteile spülte Milliarden in die Kasse.

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Dank des Verkaufs von Vermögenswerten ist die angeschlagene Bank of America im dritten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen vorgestoßen. Die an den Einlagen gemessen größte US-Bank teilte für den Zeitraum von Juli bis September einen Gewinn von 5,88 Milliarden Dollar (4,25 Milliarden Euro) mit. Die Investment-Bank Goldman Sachs legte dagegen zum erst zweiten Mal seit ihrem Börsengang ein negatives Quartalsergebnis vor.

Als Gründe für die aufgehellte Lage nannte die Bank of America vor allem die bessere Bewertung ihrer Finanzverbindlichkeiten und den Verkauf von Anteilen in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar an der chinesischen Bank CCB. Das in Charlotte im Bundesstaat North Carolina ansässige Institut hatte im dritten Quartal 2010 noch einen Verlust von 7,65 Milliarden Dollar eingefahren. Die Einnahmen seien um 6,5 Prozent auf 28,45 Milliarden Dollar gestiegen.

Bank of America-Chef Brian Moynihan sagte, das Quartalsergebnis spiegele „die von uns unternommenen zahlreichen Aktionen“ wider, um das Unternehmen „schlanker und zielgerichteter“ zu machen. Der Bank of America macht noch immer die desaströse Übernahme des Immobilienfinanzierers Countrywide Financial in der Finanzkrise 2008 zu schaffen. Mittlerweile fährt das Geldhaus einen harten Restrukturierungsplan und kündigte Anfang September an, in den kommenden Jahren 30.000 Stellen zu streichen – rund ein Zehntel der Belegschaft.