Airbus und Embraer

Lufthansa baut Flotte mit zwölf Flugzeugen aus

Die Lufthansa baut ihre Flugzeugflotte trotz eingetrübter Gewinnaussichten weiter aus. Bei den Herstellern Airbus und Embraer will Europas größte Fluggesellschaft nun zwölf zusätzliche Flugzeuge bestellen, darunter zwei Exemplare des weltgrößten Passagierflugzeugs A380 und einen Airbus A330-300.

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Die Lufthansa will ihren europäischen Konkurrenten auf der Langstrecke mit zwei neuen A380-Superjumbos Kunden abluchsen. Die Airline bestelle zwei weitere der Großraumflugzeuge von Airbus zu einem Listenpreise von zusammen 690 Millionen Dollar, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Ausgeliefert werden sollen die Maschinen 2014. Bislang hatte die Kranich-Linie 15 der Airbus-Flaggschiffe geordert, von den acht bereits im Einsatz sind. Von ihrem Heimatflughafen Frankfurt fliegt die Lufthansa mit dem A380 unter anderem Johannesburg, Peking und Miami an. In Europa ist die Airline vor Konkurrenten wie Air France-KLM größter A380-Kunde. Im Vergleich zu Emirates sieht die Lufthansa-Flotte dagegen bescheiden aus. Die Gesellschaft aus Dubai hat insgesamt 90 der Superjumbos geordert.

Für Airbus verlief der Start des A380-Programms holperig. Wegen Produktionsproblemen verzögerte sich die Auslieferung mehrfach. Auch Konkurrent Boeing kennt solche Schwierigkeiten: Die Amerikaner lieferten erst am vergangenen Wochenende die erste ihrer neue Langstrecken-Maschine 787 aus und damit drei Jahre später als ursprünglich anvisiert.

Bestellung für eine Milliarde

Die Lufthansa bestellte am Donnerstag auch noch zehn weitere Flugzeuge. Ein Airbus A330-300, der auf Langstrecke eingesetzt werden solle, sowie vier Airbus A320 und vier Regionalflugzeuge vom brasilianischen Hersteller Embraer. Inklusive der beiden A380 habe die Bestellung den Angaben zufolge einen Gesamtwert von rund einer Milliarde Euro.

Die neuen Maschinen sollen ab dem Jahr 2012 schrittweise ausgeliefert werden. „In Verbindung mit den bereits bestellten Flugzeugen, die in den nächsten Jahren zur Flotte hinzukommen, haben wir mehr Möglichkeiten, gezielt und flexibel auf Nachfrageschwankungen oder Marktveränderungen reagieren zu können“, sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz. Erst vergangene Woche hatte sich die Konzernspitze von dem Ziel verabschiedet, in diesem Jahr beim operativen Gewinn den Vorjahreswert von 876 Millionen Euro zu übertreffen.

Die Lufthansa erneuert ihre Flotte regelmäßig. Neue Maschinen sind meist leiser und verbrauchen weniger Treibstoff. Die Tankrechnungen für die Flugzeuge sind einer der größten Kostenblöcke der Airline.