Wachstumsrangliste

Hamburg boomt, drei ostdeutsche Städte in Top 10

Die Elbstadt hat die besten Wirtschaftschancen. Das ergab ein Ranking des Magazins "Capital". Erstmals belegen auch Oststädte vordere Ränge.

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Nach einer Studie bleibt die Hafenstadt Hamburg die Stadt mit den besten ökonomischen Aussichten in Deutschland. Das Ranking veröffentlicht das Wirtschaftsmagazin „Capital“, das das Bad Homburger Feri-Institut mit der Erhebung der Daten beauftragt hatte.

Es untersucht in 60 Städten, wie sich bis 2017 Wirtschaftskraft, Arbeitsplätze, Bevölkerung und Kaufkraft entwickeln werden. Hamburg verteidigte seine Spitzenposition aus der vorherigen Analyse 2009.

"Kein anderer Standort in Deutschland ist für Globalisierung und internationalen Handel so gut gerüstet wie Hamburg", begründet Feri-Ökonom Manfred Binsfeld. Die Wirtschaftsleistung in der Hansestadt wächst bis zum Jahr 2017 um 13,6 Prozent, die Zahl der Arbeitsplätze verbessert sich der Studie zufolge um 7,2 Prozent.

Erstmals schafften es mit Leipzig auf dem vierten, Dresden auf dem sechsten und Jena auf dem zehnten Rang drei ostdeutsche Städte unter die Top Zehn.

Hauptstadt nur auf Platz 22

Auf den Plätzen zwei und drei folgen München und Frankfurt. Zur Topliga gehören auch Düsseldorf, Freiburg, Münster und Bonn.

Berlin kann sich im Vergleich zu 2009 um sieben Plätze verbessern, kommt aber trotzdem nur auf den 22. Rang. Für Feri-Ökonom Binsfeld "klafft nach wie vor eine große Lücke zu den westdeutschen Ballungszentren wie Hamburg, München und Frankfurt". Innerhalb Ostdeutschlands verliert Berlin sogar an Boden:

Bei der Erstauflage des Städtetests im Jahr 2001 lagen Leipzig, Dresden und Jena noch gleichauf mit Berlin im unteren Tabellendrittel. Mittlerweile haben sie sich um 45, 42 bzw. 36 Plätze verbessert – und sind damit die Top-Aufsteiger der vergangenen zehn Jahre. Seitdem haben Würzburg und Nürnberg am stärksten – um jeweils 14 Plätze verloren – und sind auf Rang 30 beziehungsweise 31 zurückgefallen.