Finanzkrise

Goldpreis schnellt auf neues Rekordhoch

Die weltweite Angst vor einer Schuldenkrise in den USA und Europa hat den Goldpreis auf ein Allzeithoch getrieben. Er sprang über die Marke von 1.700 Dollar (1.186 Euro) pro Feinunze (31 Gramm).

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Einige legen ihr Geld in Immobilen an, andere wollen das Ersparte wieder unterm Bett verstecken. Und wieder andere bleiben ganz entspannt.

Video: Reuters
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Der Goldpreis hat nach der Abstufung der US-Kreditwürdigkeit zu einer rasanten Rekordjagd angesetzt. Die Sorge vor einer Eskalation der Schuldenkrise trieb den Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) am Montag erstmals über die Marke von 1700 US-Dollar auf ein neues Rekordhoch bei 1.715,01 Dollar. Als Reaktion auf den aktuellen Höhenflug erhöhten Banken am Morgen die Prognosen für den Goldpreis.

Die Schuldenkrise und die Sorge vor einem Abflauen der Weltwirtschaft ließen den Goldpreis seit Beginn des Jahres um etwa 20 Prozent ansteigen. „Der Goldpreis bleibt Gipfelstürmer“, hieß es in einem Kommentar der DekaBank. Der Preistreiber sei „leicht zu finden: die Schuldenkrise diesseits und jenseits des Atlantiks“. Die Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA und die jüngste Zuspitzung der Schuldenkrise in Italien verstärke die Suche der Investoren nach vermeintlich „sicheren Häfen“.

In einer ersten Reaktion auf den aktuellen Höhenflug erhöhte die US-Großbank Goldman Sachs ihre Prognose für den Goldpreis. In den kommenden zwölf Monaten erwarten die Experten laut einer am Morgen veröffentlichten Studie einen Anstieg auf 1.860 Dollar die Feinunze.

Neben dem Goldpreis ist auch der Preis für Silber am Morgen stark gestiegen. Der Preis für die Feinunze Silber kletterte um 1,43 Dollar die Unze auf 39,71 Dollar. Preistreiber sei auch beim Silber die Suche der Anleger nach vermeintlich sicheren Häfen, hieß es bei der DekaBank.