Folgen der Energiewende

Ver.di fordert Ersatzjobs für AKW-Beschäftigte

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Mit dem Aus der deutschen Kernkraftwerke verlieren viele AKW-Mitarbeiter ihren Job. Die Gewerkschaften fordern nun verbindliche Alternativen.

Die Gewerkschaft Ver.di hat davor gewarnt, die Stilllegung von Atomkraftwerken auf dem Rücken der Beschäftigten vorzunehmen. Für insgesamt rund 2000 Bedienstete in den drei niedersächsischen Meilern Unterweser, Emsland und Grohnde müssten frühzeitig qualifizierte Ersatzarbeitsplätze geschaffen werden, sagte Ver.di-Landesleiter Detlef Ahting der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Nach Angaben von Ahting sind direkt in den Kernkraftwerken etwa 1300 Mitarbeiter tätig, hinzu kommen gut 700 speziell ausgebildete Bewachungskräfte. Während der Meiler Unterweser nach dem Konzept der Bundesregierung schon jetzt außer Betrieb gestellt wird, sollen Grohnde im Jahr 2021 und das Kraftwerk Emsland in Lingen 2022 vom Netz gehen.

Athing trat dafür ein, schon jetzt ein verbindliches Übergangskonzept für die Arbeitnehmer in den Atomkraftwerken und bei den Bewachungsfirmen zu entwickeln. Die AKW-Betreiber müssten für die Zeit der Stilllegung rechtssichere Tarifverträge mit der Gewerkschaft abschließen.