Euro-Zone

Verbraucherpreise steigen unerwartet stark an

2,6 Prozent mehr als im Februar: Die anziehende Inflation lässt bei der EZB die Alarmglocken schrillen. Experten rechnen mit Zins-Erhöhung.

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Die Inflation in der Euro-Zone hat im März unerwartet stark zugelegt und dürfte der Europäischen Zentralbank (EZB) zunehmend Sorge bereiten. Die Verbraucherpreise stiegen um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat nach vorläufigen Berechnungen mitteilte.

Einen stärkeren Anstieg hatte es zuletzt im Oktober 2008 mit 3,2 Prozent gegeben. Experten hatten lediglich mit einem Plus von 2,3 gerechnet, im Februar hatte die Inflationsrate bei 2,4 Prozent gelegen.

EZB: Zinserhöhung erwartet

Die anziehende Teuerung lässt bei den Währungshütern um EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die Alarmglocken schrillen. Experten rechnen damit, dass die EZB Anfang April den Leitzins für die Euro-Zone erstmals seit gut zweieinhalb Jahren anhebt.

Stabile Preise sieht die EZB mittelfristig bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. In Deutschland liegt die Teuerungsrate für den europäischen Vergleich bei 2,2 Prozent.