Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans- Werner Sinn, rechnet nicht mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr. „Auf dem deutschen Arbeitsmarkt passiert ein kleines Wunder. Während in den meisten anderen Ländern Katastrophenstimmung herrscht, trotzt unser Arbeitsmarkt der Krise“, sagte Sinn der „Bild“-Zeitung.

Statt der 4,5 bis fünf Millionen Arbeitslosen, die von Ökonomen noch im Frühjahr 2009 für das Folgejahr 2010 erwartet wurden, prognostiziert der Ökonom nun noch 3,6 Millionen Menschen ohne Job. „Damit hätten wir in der seit dem Krieg bei weitem schlimmsten Krise der Weltwirtschaft 1,3 Millionen Arbeitslose weniger als noch 2005, dem Höhepunkt der letzten Flaute“, sagte Sinn der Zeitung.

Das „Wunder“ am deutschen Arbeitsmarkt werde vom Staat mit massiven Lohnzuschüssen erkauft. Das Hartz-IV-System gewähre weit über eine Million Lohnzuschüsse, und das Kurzarbeiter-Geld sei ebenfalls ein Lohnzuschuss.

.

dpa/oht