Harvard-Studie

Ein guter Kindergarten sorgt für höheres Gehalt

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Kindergärtner bestimmen unser Einkommen: Je besser die Förderung, desto höher ist einer Studie zufolge das spätere Gehalt.

Ökonomen der Universität Harvard haben herausgefunden, dass Kinder, die im Kindergarten von ihren Erziehern gut gefördert wurden, später ein höheres Gehalt bekommen. Zudem besuchen sie häufiger weiterführende Schulen, sind mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit alleinerziehend und sparen deutlich mehr für ihre Rente.

Für die Studie haben die Wissenschaftler die Entwicklung von 12.000 Kindern aus den 80er-Jahren untersucht, die heute etwa 30 Jahre alt sind. Zur Ermittlung der Einkommensunterschiede analysierten die Wissenschaftler die Steuerunterlagen der Teilnehmer. Ein Kind mit einem guten Erzieher kann der Studie zufolge im Alter von 27 Jahren bis zu 1000 Dollar pro Jahr mehr verdienen als ein Kind, das in durchschnittlicher Betreuung verharrt. Zudem nimmt der Unterschied beim Gehalt mit den Jahren weiter zu.

In der "New York Times", die über die Studie berichtete, gibt einer der Ökonomen den Wert eines herausragenden Erziehers mit insgesamt 320.000 Dollar pro Jahr an. Dies entspräche ungefähr der Summe an zusätzlichem Gehalts, dass die von ihm betreuten Kinder im Laufe ihres Lebens zusätzlich verdienten.

Die "New York Times" fordert angesichts dieser Ergebnisse eine bessere Bezahlung guter Ausbilder und schärfere Sanktionen für schlechte. Im Unterschied zu bisherigen Studien räumt die Untersuchung nach Angaben der New York Times mit der weit verbreiteten Annahme auf, dass Effekte der Kindergartenerziehung in der späteren Entwicklung nach und nach verblassen.