Chemieriese

China gibt grünes Licht für BASF-Expansion

BASF will für rund 860 Millionen Euro eine neue Produktionsanlage in Südwestchina bauen. Sie soll 2014 die Fertigung aufnehmen.

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Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat grünes Licht für seine Expansion in Südwestchina bekommen. Mit Investitionen in Höhe von rund acht Milliarden Yuan (860 Millionen Euro) soll im Zentrum eines Chemieparks der Metropole Chongqing eine neue Produktionsanlage entstehen, teilte das Ludwigshafener Unternehmen mit. Die chinesischen Behörden genehmigten den Komplex, der von 2014 an eine Komponente für den Schaumstoff Polyurethan produzieren soll.

Die jährliche Kapazität wird 400.000 Tonnen betragen. Die Anlage wird in einem integrierten Produktionskomplex stehen, der vom Chongqing (Changshou) Chemical Industry Park betrieben wird. "Chongqing liegt im Herzen der wachsenden Inlandregionen“, sagte das für Asien zuständige BASF-Vorstandsmitglied Martin Brudermüller. Die Investitionen gäben dem Unternehmen Zugang zu einem der größten Märkte für diese Schaumstoffkomponenten. Polyurethan wird für verschiedenartige Isolationen wie etwa auch in Kühlschränken, Heißwassertank oder an Rohren verwendet. Seit 2006 betreibt BASF schon eine solche Produktionsstätte in Shanghai.

Der Konzern ist einer der größten ausländischen Investoren in der Chemiebranche in China und betreibt 23 Tochterunternehmen und 16 Gemeinschaftsfirmen. Im Großraum China, der auch Taiwan und Hongkong einschließt, beschäftigt BASF fast 7000 Angestellte. Der Umsatz erreichte 2010 etwa 5,8 Milliarden Euro. In dem Werk in Chongqing sollen mindestens 300 Arbeitsplätze geschaffen werden.