Der ThyssenKrupp-Konzern rund 10.000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" schreibt. Das Unternehmen werde internen Planungen zufolge im neuen Geschäftsjahr, das am 1. Oktober 2009 begonnen hat, freiwerdende Stellen nicht neu besetzen sowie Betriebsteile verkaufen oder schließen, schreibt das Nachrichtenmagazin.
Der Stellenabbau sei Teil des bereits bekannt gegebenen größeren Sparprogramms im Zuge einer Konzern-Neuordnung, bei dem weltweit insgesamt mehr als 20.000 Jobs wegfallen sollen.
Bereits in den ersten zehn Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 hatte ThyssenKrupp die Zahl seiner Beschäftigten von 198.000 auf rund 186.000 reduziert.
Früheren Informationen des Betriebsrates zufolge soll es im Zuge der Konzern-Neuordnung keine betriebsbedingte Kündigungen geben. In dem Bericht heißt es, der von der Stahlkrise schwer gebeutelte Konzern wolle zudem die Zahl der Kurzarbeiter von 49.000 auf 20.000 verringern.
Die Auftragsflaute in der Stahlindustrie und bei den Werften hat ThyssenKrupp im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 tief in die Verlustzone gedrückt. Vor Steuern und Sondereffekten rechnet das Unternehmen mit einem Verlust „in höherer dreistelliger Millionen-Euro-Größe“.
Hinzu kommen Sonderbelastungen durch Restrukturierungen und den Bau neuer Stahlwerke in den USA und Brasilien von rund einer Milliarde Euro. Im Geschäftsjahr 2007/08 hatte der Konzern noch einen Gewinn von 2,3 Milliarden Euro erzielt.
AP/Reuters/dma





