Die LBBW benötigt offenbar keine Kapitalerhöhung. „Die Träger – Land und Sparkassen - sind sich einig, dass die LBBW keine Kapitalerhöhung braucht“, sagte eine mit dem Sanierungsplan des neuen Vorstandschefs Hans-Jörg Vetter vertraute Person. „Eine Kapitalerhöhung ist nicht notwendig“, sagte auch ein zweiter Insider. Die Stuttgarter Bank erwartet für 2009 Kreisen zufolge einen Verlust von rund 1,8 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr war das Kapital nach einem Verlust von 2,1 Milliarden Euro um fünf Milliarden aufgestockt worden, um die Folgen der Finanzkrise besser zu verkraften.
Grund für den abermaligen Milliardenverlust seien vor allem Kreditausfälle im von der Konjunkturkrise getroffenen Mittelstand und fehlgeschlagene Immobilienprojekte, hieß es in den Kreisen. Die für das ganze Jahr geplante Risikovorsorge von 800 Millionen Euro für das Kreditgeschäft sei schon jetzt zu niedrig. Ende Juni hatte noch ein Gewinn von 215 Millionen Euro zu Buche gestanden.
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ein Sprecher des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg sagte, vor einer seriösen Schätzung des Verlustes und des Kapitalbedarfs müsse die Trägerversammlung abgewartet werden. Vetter will den Eigentümern dort am 1. Oktober sein Restrukturierungskonzept vorstellen, das die EU-Kommission für die Genehmigung der staatlichen Hilfen von der Bank verlangt.
Reuters/PHJ




