Die starke Auslandsnachfrage hat der deutschen Industrie im August ein überraschend kräftiges Auftragsplus beschert. Die Bestellungen nahmen um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Analysten hatten nur plus 0,8 Prozent vorhergesagt. Während die Exportaufträge um 6,6 Prozent zulegten, schrumpfte die Nachfrage auf dem Heimatmarkt um 0,5 Prozent. Im Juli waren die Aufträge um 1,6 Prozent gesunken - zunächst war sogar ein Minus 2,2 Prozent genannt worden.

Besonders gefragt waren Investitionsgüter wie Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge. Hier zogen die Bestellungen um 6,7 Prozent an. Dafür sorgten ungewöhnlich viele Großaufträge für Flugzeuge, Schiffe oder Schienenfahrzeuge.

Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern wie Metalle und Chemieprodukte erhöhte sich um 0,3 Prozent. Dagegen gingen die Aufträge für Konsumgüter um 3,9 Prozent zurück.

Ihr Vorjahresniveau übertrafen die Aufträge um 20,3 Prozent. Allerdings hatte es im vergangenen Jahr wegen der Finanzkrise und der Rezession bei vielen Handelspartnern auch den schwersten Einbruch der Nachkriegszeit gegeben.

Reuters/dma