US-Präsident Barack Obama hat der Solarbranche eine milliardenschwere Förderung zugesagt. In seiner wöchentlichen Radio- und Internetbotschaft sagte Obama, er wolle zwei Solarenergiefirmen mit Kreditbürgschaften in Höhe von fast zwei Milliarden Dollar aushelfen. Mit den aus dem 787 Milliarden Dollar schweren Konjunkturpaket stammenden Mitteln würden voraussichtlich 5000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zugleich räumte er ein, dass es Monate oder sogar Jahre dauern werde, bis sich die Wirtschaft von der Rezession erholt haben werde. „Wir müssen weiter um die wirtschaftliche Erholung kämpfen“, sagte Obama.

Von den 1,85 Milliarden Dollar, die das Energieministerium nun an Kreditbürgschaften gewähren wird, gehen 1,45 Milliarden Dollar an Abengoa Solar. Sie sollen die Tochter des spanischen Energiekonzerns Abengoa dabei unterstützen, im Bundesstaat Arizona eines der größten Solarkraftwerke der Welt zu bauen.

Kreditbürgschaften in Höhe von 400 Millionen Dollar werden Abound Solar Manufacturing gewährt. Das Unternehmen mit Sitz in Colorado will damit hoch entwickelte Solarmodule in zwei neuen Werken herstellen. Allein für den Bau der Projekte sollen 3.600 Arbeitsplätze entstehen, tausende weitere Menschen könnten anschließend in dem Kraftwerk und den Fabriken beschäftigt werden.

Das Arbeitsministerium hatte erst kürzlich mitgeteilt, dass die Zahl der Beschäftigten im Juni erstmals in diesem Jahr gefallen war. Für den Rückgang sorgte vor allem die zu Ende gehende Volkszählung. In der Privatwirtschaft entstanden dagegen 83.000 neue Stellen. Obama will vor allem im Bereich umweltfreundlicher Technologien neue Arbeitsplätze schaffen.

AFP/Reuters/kkl