Testflug

Rauch in der Kabine – Dreamliner muss notlanden

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Die Probleme bei den Prestigeflugzeugen reißen nicht ab. Singapore Airlines tauscht die Motoren von drei A380 aus, Boeings Dreamliner musste notlanden.

Die Fluggesellschaft Singapore Airlines wird die Motoren bei drei Maschinen seiner A380-Flotte austauschen. Die Motoren des britischen Triebwerkherstellers Rolls-Royce der sich derzeit in Sydney, Melbourne und London befindlichen Flieger würden ersetzt, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Die Fluggesellschaft habe Ölflecken an den Motoren gefunden. Der Austausch erfolge auf Anraten von Rolls-Royce und sei eine reine Vorsichtsmaßnahme. Sie stehe nicht in Zusammenhang mit der Notlandung eines A380-Großraumfliegers der Fluggesellschaft Qantas in der vergangenen Woche. Die Maschine war auch mit einem Triebwerk von Rolls-Royce ausgestattet. Qantas hält seit dem Zwischenfall sechs Super-Jumbos am Boden.

Auch bei Boeing gibt es Probleme. Bei einem Testflug des neuen Dreamliners 787 hat sich Rauch in der Kabine entwickelt. Die Maschine habe im US-Bundesstaat Texas auf dem Flughafen Laredo notlanden müssen, teilte die US-Luftverkehrsaufsichtsbehörde FAA mit. Die Besatzung sei über Notrutschen in Sicherheit gebracht worden. Zunächst war unklar, ob jemand verletzt wurde und warum sich der Rauch entwickelt hatte. Boeing war zwischenzeitlich für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Der Zwischenfall sähte weitere Zweifel, ob der Airbus-Rivale den Zeitpunkt für die Erstauslieferung seines Hoffnungsträgers 787 im ersten Quartal 2011 einhalten kann. Nach mehreren Verschiebungen hinkt der Dreamliner bereits fast drei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Boeing hat 847 Dreamliner-Bestellungen erhalten.