Das Gruselfest Halloween am 31. Oktober treibt die Umsätze der Anbieter von Karnevalsartikeln in die Höhe. „Die Hersteller, die Halloween-Kostüme und Accessoires vertreiben, haben in diesem Jahr Zuwächse zwischen 4 und 15 Prozent“, sagte Branchen- Sprecher Dieter Tschorn. Bemerkenswert sei dabei, dass der Online-Handel zunehme. „Offensichtlich ist der stationäre Handel nicht gut genug ausgebaut“, sagte Tschorn.
Im vergangenen Jahr seien zu Halloween Gruselartikel für rund 20 Millionen Euro verkauft worden. Für die Hersteller sei dies ein erhebliches Zusatzgeschäft. Urheber der Halloween-Feiern in Deutschland war laut Tschorn die Fachgruppe Karneval des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie. Sie begann 1994, das Fest in die Öffentlichkeit zu tragen, um die von Jahr zu Jahr sehr unterschiedliche Karnevalsdauer auszugleichen.
Für einige Wirtschaftsbereiche habe Halloween inzwischen eine ähnliche Bedeutung wie Weihnachten oder Ostern, erläuterte Tschorn. „Viele Branchen nutzen Halloween als Zusatzgeschäft vor dem eigentlichen Weihnachtsgeschäft.“ Dazu zählten Bäcker und Metzger ebenso wie die Süßwaren- und Getränkeindustrie. Die Umsätze mit Halloween dürften bei mehr als 160 Millionen Euro liegen, schätzte der Sprecher. Ein weiterer Gewinner seien die Landwirte: 2007 seien von privaten Haushalten im September und Oktober mehr als 4600 Tonnen Kürbisse gekauft worden. Die wenigsten seien vermutlich konsumiert worden, stattdessen leuchteten sie ausgehöhlt in Fenstern oder vor Hauseingängen.
In Deutschland hat sich das fröhlich-schaurige Treiben am 31. Oktober vor allem unter Jugendlichen etabliert. Nach amerikanischem Vorbild treffen sie sich am Vorabend des 1. November und ziehen verkleidet als Geister oder Hexen von Haus zu Haus.
dpa/ras




