Wegen Anlagebetrugs in Millionenhöhe sind eine Unternehmerin und ein Geschäftsmann in China hingerichtet worden. Die beiden betrogen der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge hunderte Anleger insgesamt um umgerechnet rund 90 Millionen Euro. Der Betrug habe nach Ansicht des Gerichts die soziale Stabilität schwer beeinträchtigt, hieß es in dem Bericht..
Bei der hingerichteten Geschäftsfrau handelte es sich laut Xinhua um die Inhaberin eines Kosmetiksalons. Sie habe mehr als 700 Millionen Yuan (71 Millionen Euro) von hunderten Anlegern gesammelt, denen sie bis zu 10-prozentige Renditen versprochen habe. Die Frau kündigte an, das Geld in Immobilienunternehmen, Schönheitssalons und Bergbaubetriebe zu investieren, die zu ihrem Konzern gehörten. Stattdessen habe sie einen Großteil des Geldes für Häuser, Autos und Luxusgüter ausgegeben.
Der hingerichtete Unternehmer veruntreute laut Xinhua 167 Millionen Yuan von 300 Anlegern. Beide Geschäftsleute wurden vom Volksgericht in der Stadt Hangzhou in Ostchina zum Tode verurteilt. China richtet jedes Jahr mehr Menschen als alle anderen Staaten der Welt zusammen. Im vergangenen Jahr wurde die Todesstrafe in China laut Amnesty International an 1700 Menschen vollstreckt. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass die inoffizielle Zahl noch höher liegt.
AP/AFP/PHJ




