Spaniens Regierung hat sich für die wüsten Beschimpfungen katalanischer Nationalisten gegen die Fluggesellschaft Air Berlin entschuldigt. Tourismus-Staatssekretär Biel Mesquida distanzierte sich in einem Telefon-Gespräch mit Air-Berlin-Chef Joachim Hunold von Nazi-Vergleichen, mit denen die Fluglinie konfrontiert worden war, wie die spanische Tageszeitung "El Periódico“ berichtete.

Ausgelöst hatte den Streit die Bitte der Behörden der Balearen-Inseln, auf Flügen nach Mallorca die regionale Sprache Katalanisch einzuführen. Air-Berlin-Chef Hunold hatte das Anliegen in einem Bericht des "airberlin magazin" als "Rückfall in mittelalterliche Kleinstaaterei“ kritisiert. Katalanische Nationalisten bezeichneten die Fluglinie daraufhin als "Air Goebbels“, versahen auf Internet-Seiten das Air-Berlin-Logo mit einem Hakenkreuz und riefen zum Boykott der Fluglinie auf.

Der Chef der Regionalregierung der Balearen, Francesc Antich, erklärte nun, Air Berlin habe niemals zum Gebrauch des Katalanischen gezwungen werden sollen. Dies wolle er dem Spanien-Chef der Fluglinie, Arnd Middelmann, bei einem persönlichen Treffen mitteilen.

EPD/heg