Erstmals seit seinem Bestehen hat der US-Softwarekonzern Microsoft in Deutschland Arbeitsplätze abgebaut. „Wir haben seit Jahresbeginn in Deutschland eine zweistellige Zahl an Stellen gestrichen“, sagte Microsoft-Deutschland-Sprecher Thomas Baumgärtner der „Berliner Zeitung“.
Grund sei die weltweite Wirtschaftskrise und die anhaltende Flaute am PC-Markt. Der Abbau sei durch Personalfluktuation zustande gekommen, frei gewordene Stellen wurden demnach nicht wiederbesetzt. „Betriebsbedingte Kündigungen hat es nicht gegeben“, sagte Baumgärtner.
Microsofts Stellenabbau in Deutschland ist Teil einer globalen Strategie zur Kostensenkung des Unternehmens. Im Januar hatte Konzernchef Steve Ballmer angekündigt, bis Jahresende weltweit 5000 Stellen abbauen zu wollen. „Dieser Abbau ist inzwischen komplett vollzogen“, sagte der Sprecher.
Weltweit habe Microsoft nun rund 85.000 Mitarbeiter, in Deutschland seien es 1400. Weitere Stellenkürzungen in Deutschland schloss der Sprecher nicht aus. „Darüber wird von Quartal zu Quartal entschieden“, sagte er. „Wir müssen den nächsten Geschäftsbericht abwarten.“
Erstmals seit dem Börsengang 1986 hatte Microsoft ein Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang beendet: Die Verkaufserlöse sanken bis Ende Juni um drei Prozent auf 58,4 Milliarden Dollar (rund 41 Milliarden Euro), wie Microsoft mitteilte.
AFP/oht



