Während der Finanzkrise sind die Scheichs bei vielen westlichen Unternehmen eingestiegen. Nachdem die Konjunktur wieder angezogen ist, scheint sich das auszuzahlen. So kündigte das Golf-Emirat Katar an, in den kommenden vier Jahren rund 100 Milliarden Dollar in diverse Projekte stecken. Die Regierung selbst plane, etwa 40 Milliarden Dollar für Infrastrukturmaßnahmen auszugeben, sagte Finanzminister Jussef Kamal am Rande eines türkisch-arabischen Wirtschaftsforums in Istanbul.

Weitere 60 Milliarden Dollar sollten von Behörden oder Firmen im Staatsbesitz kommen. Als wichtigste Vorhaben sei an Straßen, Abwasser- und Wasseraufbereitungsanlagen sowie Infrastrukturprojekte wie Häfen und Flughäfen gedacht, erläuterte der Minister, ohne Details zu nennen.

Wegen des Bevölkerungswachstums von jährlich fünf bis zehn Prozent leiden die Städte der Golfstaaten zunehmend unter den Belastungen durch Straßenverkehr. Deshalb müssen die Regierungen die Infrastruktur erheblich ausbauen.

Katar ist der weltweit größte Flüssiggas-Exporteur und hat zuletzt Milliarden Dollar in die Expansion seiner Energiekapazität gesteckt. In Deutschland sorgten der Einstieg bei Volkswagen und Daimler für viel Aufsehen.

Reuters/dma